Warum Du bei Deinen Zielen auf die richtige Formulierung achten musst!

Du willst selbstbestimmt und unternehmerisch leben. Dafür steckst Du Dir für Deine berufliche Selbstständigkeit Ziele, die Du erreichen willst.

Du hoffst auf verdoppelte Einnahmen, drei Mal mehr Kunden und freust dich auf die spannende Arbeit, die vor Dir liegt und sich fast von alleine erledigt. Du beginnst voller Elan und stürzt Dich auf Deine Aufgaben.

Doch dann das: Einiges wird schwieriger als gedacht. Die erhofften Erfolge stellen sich nicht ein. Manche Ziele kannst Du einfach nicht erreichen. Andere stellen sich als völlig unrealistisch dar.

Du bist nicht mehr so motiviert. Die Farben Deines schönen bunten Zukunftsbildes verblassen und drohen im Grau des Alltags unterzugehen. Du strengst Dich immer mehr an und wirst nur immer frustrierter.

14 Stunden am Tag ranklotzen ist nicht Dein Ding. Du willst ja auch leben. Auf keinen Fall willst Du Dich dermaßen verausgaben. Oder gar Dinge entgegen Deinem Gefühl durchprügeln.

Du beginnst an Deinen Zielen zu zweifeln und glaubst nicht mehr daran, dass es Sinn macht sich welche zu setzen. Du weißt einfach nicht, wie Du das alles erreichen kannst.

Dabei träumst Du doch davon, endlich das machen  zu können, was Dir so richtig Spaß macht. Deine Berufung auszuleben. Deinen Lebenssinn zu verwirklichen. Und damit endlich richtig Geld zu verdienen.

Es liegt daran, dass Du Deine Ziele falsch formuliert hast

Was meinst Du? Welche der beiden Aussagen trifft zu?

  • „Die meisten Menschen erreichen ihre Ziele deshalb nicht, weil es ihnen an der Willenskraft fehlt, bis zum Ende durchzuhalten.“
  • „Die meisten Menschen verfehlen ihre Ziele, weil sie falsch formuliert sind.“

Die zweite Aussage ist richtig! Es kommt darauf an, Ziele richtig zu formulieren!

Um mit Zielen zu arbeiten, die Dich wirklich weiter bringen, musst Du die Technik der Zielformulierung beachten. Dann klappt es auch.

Ziele erreichst Du nicht durch pure Willenskraft

An fehlender Willenskraft liegt es nämlich nicht. Das wird uns zwar gerne immer mal wieder weisgemacht. Bestimmt hast Du das auch schon des Öfteren gehört: „Du musst es Dir nur fest genug vornehmen und Dich genügend anstrengen. Dann schaffst Du das schon!“

Doch was, wenn Du Dein gestecktes Ziel dennoch nicht erreichst?

Es ist fatal zu glauben, Willenskraft allein würde ausreichen. Dieser Glaube demoralisiert und frustriert Dich auf Dauer. Denn im Umkehrschluss gibt es ja nur einen Grund, warum es nicht geklappt hat: Dein eigenes Versagen.

Oder aber die Variante: Die anderen sind schuld! Keins von beiden bringt Dich weiter.

Was Dich vorankommen lässt, sind passend formulierte Ziele!

Erleichter´ Dir Dein (Arbeits-)Leben: Formuliere konkrete Ziele!

Um Deine Geschäftsideen in die Realität umzusetzen, brauchst Du konkrete Ziele, die Du erreichen willst.

Ansonsten bist Du nur ein Spielball auf den Wellen des (Arbeits-)Lebens und wirst von einer Situation in die nächste geworfen. Du reagierst mehr, als dass Du agierst. Dabei obenauf zu bleiben und nicht unterzugehen ist enorm anstrengend.

Du kannst Dir Deine Arbeit deutlich erleichtern, indem Du Dir konkrete Ziele steckst, die Du erreichen willst.

Das Wichtigste dabei ist, Ziele passend zu beschreiben. Ausgehend von der Frage, was Du willst und ob Du das auch wirklich willst (was manchmal gar nicht so einfach herauszufinden ist J), gibt es bestimmte Eigenschaften, die Deine Ziele erfüllen müssen.

So klappt das nicht!

Hier ein Negativ-Beispiel, wie Ziele nicht formuliert werden sollten: „Ich werde zukünftig häufig und besser mein Netzwerk pflegen.“

Dieses Ziel ist von vorne herein zum Scheitern verurteilt, da es viel zu vage und nicht messbar, d.h. schlecht formuliert ist. Es ist allgemein und unkonkret, was automatisch dazu führt, dass Du weniger motiviert bist es überhaupt anzugehen.

Alles beginnt mit der entscheidenden Frage: Was will ich?

Klingt für Dich banal?! Ist es häufig aber gar nicht!

Was Du wirklich willst. Was ganz konkret Dir persönlich und Deinen Neigungen und Vorlieben entspricht, ist oft gar nicht so einfach herauszufinden und zu benennen.

Die erste Falle lauert schon hier: Nämlich sich nicht das vorzunehmen, was wir meinen tun zu müssen oder was andere meinen, was wir tun sollten.

„Es schadet nie, die eigene Leistungsbereitschaft zu steigern, indem man sich Ziele setzt, die auf den eigenen Stärken basieren.“ – Dagmar Ruth Vogel

Es schadet nie, die eigene Leistungsbereitschaft zu steigern, indem man sich Ziele setzt, die auf den eigenen Stärken basieren. – Dagmar Ruth Vogel Klick um zu Tweeten

Ergebnisziele umfassen fünf einzigartige Elemente, die den Weg für langfristigen Erfolg bereiten.

#1 Ziele sind positiv formuliert.
Du kannst Dich auf etwas hinbewegen, was Du anstrebst, aber nicht von etwas weg, was Du ablehnst! Ein Beispiel, wie es nicht geht: „Ich werde zukünftig networking-Aktivitäten nicht mehr aus dem Weg gehen.“ Besser: „Ich werde in den nächsten 6 Monaten mindestens zwei networking-Veranstaltungen besuchen.“

#2 Gut formulierte Ziele sind von Dir beeinflussbar.
D.h. Du kannst das Ergebnis kontrollieren. Ob Du das Ziel erreichst liegt im Wesentlichen in Deinem eigenen Kontrollbereich (schlecht formulierte Ziele beziehen andere Menschen signifikant mit ein oder sind von ihnen abhängig).
Zu diesem Punkt gehört die enorm wichtige Frage: Verfügst Du über die nötigen Ressourcen, um Dein Ziel erreichen zu können? Wenn nicht, welche Fähigkeiten oder Dinge benötigst Du zusätzlich?

#3 Ein Ziel ist dann motivierend, wenn Du Dich danach strecken musst.
Es ist gleichzeitig ehrgeizig und realistisch, d.h. es hat eine angemessene bzw. verhältnismäßige Größe und Reichweite. Du kannst es maximal motiviert angehen und bist bereit vollen Einsatz zu bringen. Es ist ausbalanciert.
Wäre es unerreichbar, würdest Du resignieren. Wäre es spielend leicht erreichbar, brauchst Du Dich nicht anzustrengen und bleibst unmotiviert.
Du brauchst für gute Ziele also zwei Dinge: Zum einen Übung. Zum anderen musst Du Dich selbst immer besser kennenlernen und Deine Ziele entsprechend nach Dir ausrichten.

#4 Erreichbar ist ein Ziel nur dann, wenn es andere wichtige Komponenten Deines Lebens ergänzt und nicht mit ihnen wetteifert.
Ziele dürfen sich gegenseitig nicht konkurrieren oder widersprechen. Auch nicht anderen Dingen in Deinem Leben. Sie müssen vor allem mit Deinen Werten und Überzeugungen im Einklang sein. Außerdem müssen sie mit der aktuellen zeitlichen und örtlichen Situation vereinbar sein.

#5 Ein Ziel ist immer messbar.
Du musst Dir immer folgende Frage beantworten können: „Woran werde ich erkennen, dass ich erfolgreich war?“
Schlechtes Beispiel: „Ich werde mich mit mehr Menschen treffen und meine Kontakte besser pflegen.“ Gutes Beispiel: „Ich werde mich für Veranstaltung xy anmelden und sofort beginnen alles Nötige vorzubereiten.“ Ein konkretes Ziel beschreibt also immer überprüfbare Ergebnisse.

Soweit zur „Theorie“. Doch wie kannst Du diese für Dich nutzen?

Wie Du Deine Ziele so formulierst, dass Du sie auch erreichen kannst!

Dein Vorgehen sollte immer dieser Struktur folgen: Vom Großen und Ganzen zum Kleinen und Feinen!

  • Lege grundlegend fest, wo Du hin willst und was Du erreichen willst. D.h. visioniere Dein zukünftiges Leben. Male es Dir in den buntesten Farben aus.
  • Blicke zurück, ziehe ein Resümee, feiere Deine bisherigen Erfolge und nutze all dies, um eine Bestandsaufnahme zu machen. So weißt Du wo Du stehst und wo Dein Ausgangpunkt ist.
  • Frage Dich als nächstes, was es (noch) braucht, damit Du Dein Ziel erreichen kannst. Was bringt Dich Deiner Vision näher?
  • Erarbeite daraus Deine Pläne für die nahe Zukunft. Am besten für die nächsten 12 Monate.
  • Mach aus Deinen Plänen konkrete, erreichbare und umsetzbare Ziele. Idealerweise für 3-Monats-Zeiträume. Beachte dabei die oben genannten Eigenschaften, die Ziele haben sollen.
  • Und überleg Dir positiv und gut gestimmt, welches Deine nächsten konkreten Schritte sein werden, so dass Du sofort beginnen kannst sie umzusetzen.

Formuliere Deine Ziele smart

Von dieser Art, Ziele zu formulieren hast Du bestimmt schon gehört. Ich nenne sie Dir hier noch einmal kurz.

Denn immer wieder beobachte ich, dass es daran liegt, dass dieser „alte Hut“ nicht beachtet wird, wenn Ziele formuliert werden. Was dazu führt, dass sie nicht gut zu erreichen sind.

smart steht für specific measurable accepted realistic time bound

  • spezifisch, d.h. so konkret wie möglich, am besten mit Zahlen unterfüttert
  • messbar, d.h. woran wirst Du erkennen, dass Du Dein Ziel erreicht hast
  • für das „a“ gibt es mehrere Alternativen: angemessen, akzeptiert, aktiv, attraktiv, ambitioniert. Ich lege hier immer den Fokus darauf hinzuschauen, ob es auch wirklich Dein Ziel ist. Ist es für Dich angemessen und attraktiv? Ist es für Dich (wenn Du Dich anstrengst) machbar, d.h. Du kannst es schaffen, wenn Du Dich anstrengst. Dein Ziel sollte nicht zu einfach sein, sonst motiviert es Dich nicht (dafür würde es sich ja nicht lohnen morgens müde aufzustehen), es sollte aber auch nicht zu anspruchsvoll sein, das frustriert nur oder macht zu große Angst, was blockiert.
  • realistisch, d.h. Du kannst es schaffen und bist nicht von anderen abhängig.
  • terminiert, d.h. setz Dir unbedingt ein Datum; nimm für das Enddatum, also den Termin, bis zu dem Du das Ziel erreicht haben willst, nicht immer das gleiche Datum für die verschiedenen Ziele. Das lockert auf und bringt Abwechslung.

Viel Spaß beim Ziele setzen. Lass uns doch wissen, wie Du damit zurechtkommst. Und welche Erfahrungen Du gemacht hast.

Mit ideenreichen Grüßen,
Deine Dagmar

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Dagmar, ich bin letzten Donnerstag über dein Blog gestolpert. Beim Durchstöbern bin ich bei diesen Beitrag hier stehen geblieben. Gleich nach dem Lesen habe ich mich hingesetzt und Ziele und konkrete Handlungen für die nächsten Wochen und Jahre festgelegt. Bei mir im Blog habe ich sogar auch mal über die Smart-Goals geschrieben, aber ich habe das Wissen noch nicht richtig umgesetzt. Manchmal braucht auch es einen Anstoß von außen 😉

    • Hallo Jan,
      danke für Deinen Kommentar zu meinem Blogartikel!

      Es freut mich sehr, dass Dich mein Artikel dazu angeregt hat, Dir Gedanken zu Deinen Zielen und Aufgaben für die nächste Zeit zu machen.
      Und ja: Ich kann es nachvollziehen, dass es – selbst wenn man sich in einem Thema auskennt – hin und wieder gut ist, von außen einen Anstoß zu bekommen. So geht es dann halt doch leichter 😉

      Viele Grüße
      Dagmar

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