Unter- bzw. Überschätzung: Wie Du diese Stolperfalle bei Deiner Planung umgehst

Wer kennt das nicht? Wir nehmen uns ein Ziel vor, planen die Umsetzung und müssen dann unser Vorgehen immer wieder anpassen und erreichen nicht alles, was wir uns vorgenommen haben.

Ich denke, jeder hat das schon mal erlebt.

Der häufigst Grund dafür:

Wir überschätzen grundlegend das, was wir in kurzen Zeiträumen bis zu einem Jahr schaffen können.

Gleichzeitig unterschätzen wir total, was wir in 6 oder 9 Jahren schaffen können.

Das heißt: Wir unter- und überschätzen permanent das, was wir erreichen können!

Bevor mir dieser Prozess bewusst geworden ist, habe ich mich regelmäßig darüber geärgert, dass ich die Ziele, die ich mir für das nächste Jahr gesteckt hatte, nicht erreichen konnte.

Wie aus 100%, 125% werden und sich alles ausgleicht

Mittlerweile weiß ich, dass ich vielleicht nicht 100% erreiche, aber auf jeden Fall 80% – 90% dessen, was ich mir vorgenommen habe.

Da Perfektionismus meiner Meinung nach nur stresst, feiere ich das als Erfolg! Ich habe nämlich gelernt, dass ich mir im Grunde – voller Motivation und Begeisterung für das was ich tue – mehr als 125% vornehme.

Ich überschätze also das, was ich in einem Jahr leisten kann.

Außerdem habe ich gelernt, dass sich alles ausgleicht, denn ich unterschätze meist kolossal das, was ich in längeren Zeiträumen erreichen kann. Meine Ziele für drei oder mehr Jahre sind daher oft viel zu niedrig angesetzt.

Wobei ich mich selbst kolossal unterschätzt habe

Mitte 2011 begann ich aktiv, Schritt für Schritt mein Angestelltendasein gegen ein selbstbestimmtes unternehmerisches Leben auszutauschen. Nicht mehr länger nur davon zu träumen, sondern auch etwas dafür zu unternehmen.

Habe ich damals geglaubt, dass ich das – was ich ein paar Jahre später erreicht und aufgebaut habe – in dieser Zeit erreichen könnte?!

Niemals! Ich hatte ja noch nicht einmal eine Vorstellung davon, was ich denn überhaut erreichen wollte. Geschweige denn das Zutrauen, es auch tatsächlich zu können. Ich wusste nur eins: Ich will (muss) mich endlich endlich selbstständig machen, statt weiter angestellt zu arbeiten!

Und ich hatte den Traum, dass ein erfülltes und glückliches berufliches Leben möglich ist.

Damit hatte ich ein ganz klares „weg-von-Ziel“.

Ein nur andeutungsweise absehbares „hin-zu-Ziel“ hatte ich allerdings noch nicht. Über die Unterscheidung von weg-von- und hin-zu-Zielen und Deine grundlegende Motivation habe ich bereits einen Blogartikel geschrieben.

Deshalb begann ich mir genau das, ein Hin-zu-Ziel, zu erarbeiten. Heute habe ich eine klare Vorstellung davon, wo ich hin will und was ich erreichen will.

Das Schönste aber: Wenn ich zurückblicke sehe ich, ich habe schon unglaublich viel davon realisieren können. 🙂 Wenn ich das konnte, kannst Du das auch! Wenn Du es denn willst.

Meine Erkenntnisse und Erfahrungen teile ich gerne mit Dir.

Finde Deine Vision

Ausgangspunkt ist immer der brennende Wunsch, etwas an der eigenen Situation ändern zu wollen.

Ohne den Traum, dass es auch anders und damit für Dich besser sein kann, geht es nicht. Als erstes muss daher eine kraftvolle Vision her, wie Dein Leben in Zukunft aussehen könnte.

Diese Vision ist Dein Magnet, der Dich ständig anzieht und Dich dahin bringt, wo Du hin willst. Deine Vision ist noch kein konkretes Ziel, sondern eher ein sehnsüchtiger Wunsch oder langgehegter Traum.

Stärke Dein Selbstbewusstsein und trainiere Dein Selbstvertrauen

Wenn Du Deine Vision gefunden hast, dann steht und fällt alles mit dem Glauben an die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, dass diese Vision auch Realität werden kann.

Du brauchst Selbst-Bewusstsein (dem Bewusstsein und Wissen, um das, was Du kannst) und Selbst-Vertrauen (dem Vertrauen in Dich selbst, dass Du es kannst). Doch das wird uns häufig nicht in die Wiege gelegt. Auch wenn manche Menschen uns das vermuten lassen. Beides entwickelt sich im Laufe des Lebens mehr oder weniger stark.

Ich hatte, als ich begann an meinem Traum von meiner Selbstständigkeit zu arbeiten, weder von dem einen noch von dem anderen besonders viel. Dennoch ist es mir gelungen, denn ich habe diesbezüglich an meinem Persönlichkeitswachstum gearbeitet.

Arbeite kontinuierlich, Schritt für Schritt an Deinem Vorhaben

Dafür ist es zuerst einmal nötig Dir so genau wie möglich aufzuschreiben, was Du Dir erwünschst und erträumst.

Und dann musst Du losgehen und jeden Tag ein bisschen daran arbeiten. Tun und dranbleiben ist das ganze Geheimnis. Dann baut sich alles mit der Zeit auf, Deine Vision wird klarer und nimmt konkretere Formen an.

Die ersten positiven Erlebnisse steigern das Selbstvertrauen und die Motivation. Damit Du auch nach Durchhänge-Phasen den Faden wieder aufnimmst und weiter machst.

Egal ob Du Dich dabei auf kurze Sicht überschätzt, auf lange unterschätzt Du Dich bestimmt

Mit Deinem stetig steigenden Glauben an Dich selbst und Deinem kontinuierlichen Vorangehen wirst Du ganz sicher auch Deine eigene Unterschätzung bald feststellen können.

Was es dafür zwingend braucht: Eine Dich magisch anziehende Vision und Ausdauer!

Du musst dran bleiben, deshalb ist es auch so wichtig, dass Dich Deine Vision ordentlich motiviert.

Dann wird ganz sicher eines Tages ein kleines Wunder geschehen: Du wirst feststellen, was Du alles erreicht hast und Dich darüber freuen (oder wundern), dass Du das vor einigen Jahren noch für absolut nicht möglich gehalten hast.

Erstaunlicherweise oft viel schneller als Du gedacht hast. Denn auch wenn Du tagtäglich „nur“ sehr kleine Schritte zu machen scheinst, im Grunde kommst Du viel, viel schneller voran, als Du denkst.

Deine Dagmar Ruth


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