Wünsche werden erst durch Gründe zu Zielen

Wünsche werden erst durch Gründe zu ZielenEiner der häufigsten Fehler, warum Menschen daran scheitern ihre Ziele zu erreichen ist der, ohne Vorbereitung aus dem Blauen heraus einfach mal so Ziele zu definieren, ohne dass sie dafür emotionale Gründe haben. Sie werden festgelegt, weil man / frau denkt, das jetzt so machen zu müssen oder weil dieses Ziel eben erreicht werden soll. Das geht alles rein vom Kopf aus.

Dabei passiert es ganz häufig, dass nicht die eigenen Ziele formuliert, sondern dass Ziele von anderen bzw. der Gesellschaft oder den Medien übernommen werden. Da hilft dann auch keine S.M.A.R.T.-Methode oder irgendeine andere Technik, mit der Ziele angeblich so leicht zu erreichen wären.

Suche nach Deinen eigenen Zielen statt die zu übernehmen, die Dir suggeriert werden.

Dies ist eine ganz verflixte Falle in die wir – ich schließe mich da keinesfalls aus – gerade in unserer Leistungsgesellschaft sehr häufig tappen. Denn von allen Seiten wird uns suggeriert, was wir denn bitte schön zu tun, zu machen und zu wollen hätten. Leider oft sehr subtil, so dass wir den Unterschied zwischen fremden (suggerierten) Zielen und unseren eigenen nur schwer erkennen können.

An diesem Punkt der Planung kommt es daher darauf an, dass Du Deine Ziele gut daraufhin überprüfst, ob es auch wirklich Deine Ziele sind. Denn nur dann wirst Du sie auch erreichen können, ohne Dich in Selbstkontrolle oder Disziplin zu verausgaben. Darüber, wie Du es schaffen kannst, Deine Wunschträume Wirklichkeit werden zu lassen habe ich schon geschrieben. Dieser Artikel kann Dir eine erste Hilfestellung geben, Deine Ziele emotional zu überprüfen und zu unterfüttern.

Genauer ausführen will ich das nun in Schritt 5, für den Du die ganze Vorarbeit in den ersten 4 Schritten gemacht hast. Diese zahlt sich jetzt an diesem Punkt für Dich aus. 🙂

Wenn Du jetzt in diese Blogserie einsteigst, dann mach erst die vorherigen 4 Schritte, damit Du gut für die in diesem Artikel folgenden Schritte 5 und 6 vorbereitet bist.

Schritt 1 & 2 beschreibt Dir, wie Du mit Deiner Business-Jahresplanung beginnst und Dich darauf einstimmst, auch wenn Du denkst, dass Planen nicht zu Deinen Stärken gehört.

In Schritt 3 & 4 erläutere ich Dir, warum Du erst zurückblicken sollst, bevor Du dann das unternehmerische Zukunftsbild Deines nächsten Jahres entwirfst.

# Schritt 5: Wünsche werden erst durch Gründe zu Zielen – unterfüttere Deine Vorhaben mit positiven Emotionen

Solltest Du die ersten 4 Schritte bis hierher in einem durch gemacht haben, dann wäre es gut, jetzt erst mal eine Pause zu machen. Denn das war richtig viel Arbeit, vor allem Denkarbeit. Bevor Du Deine Planung nun also abschließt, gönn´ Dir ruhig erst mal ein bisschen durchzuschnaufen und alles sacken zu lassen.

An diesem Punkt ist es wirklich hilfreich, wieder ein bisschen Abstand zu bekommen. Du bist nämlich tief ins Planen eingetaucht und hast Deinen Kopf so richtig „zum Glühen“ gebracht, als Du reflektiert und Dein unternehmerisches Zukunftsbild entworfen hast.

Was dabei automatisch zu kurz kommt, ist Dein Bauchgefühl. Dieses ist aber enorm wichtig, damit Du auch die richtigen Entscheidungen (z.B. für oder gegen ein Ziel) treffen kannst. Indem Du jetzt Dein Bauchgefühl hinzuziehst, erhöhst Du enorm die Wahrscheinlichkeit, dass Du Deine Ziele auch erreichst.

Ohne „Warum?“ erreichst Du gar nichts – Deine Ziele müssen sich für Dich gut anfühlen

In Schritt 5 rate ich Dir deshalb, Deine Ziele emotional unter die Lupe zu nehmen. Was meine ich damit? Unterfüttere sie emotional mit positiven Gründen. Ohne Gründe wirst Du Deine Ziele vermutlich nicht erreichen.

Nimm Dir also die Liste Deiner Vorhaben für das nächste Jahr vor (Schritt 4) und erspüre für jedes der Vorhaben mindestens 5 Gründe, warum Du es erreichen willst. Welche positiven Gefühle lösen sie in Dir aus? Welche verlockenden Verheißungen bringen sie mit sich?

Mach den „Fühlt-sich-richtig-an“-Test

Unterziehe alle Vorhaben diesem Test. Du wirst sicher feststellen, dass Du für einige sofort positive Gefühle hegst, bei anderen musst Du Dich eventuell etwas länger hineinfühlen, bei wieder anderen wird es Dir vielleicht gar nicht gelingen, dass gute Gefühle in Dir aufkommen.

Mit diesem „Fühlt-sich-richtig-an-Test“ kannst Du Deine Vorhaben sortieren.

Diejenigen, bei denen Dein Bauch grummelt oder sich zusammenzieht, solltest Du noch mal auf Machbarkeit und Zweck hin überprüfen und vor allem, ob Du sie auch wirklich durchführen willst (oder ob das eventuell eines der suggerierten, sprich von außen kommenden Ziele ist).

Die Vorhaben, für die Du partout keine positiven Gründe finden kannst, die Dein Herz nicht hüpfen lassen und bei denen Dein Bauch nicht entspannt bleibt, kannst Du m.E. getrost von Deiner Liste streichen. Es sind nicht Deine! Und Du wirst sie aller Wahrscheinlichkeit nach nie durchführen bzw. diese Ziele nicht erreichen.

Trainiere Dein emotionales Erfahrungsgedächtnis und lerne ihm zu vertrauen

Warum wirst Du diese Vorhaben vermutlich nie wirklich realisieren? Weil irgendwas in Dir sich dagegen ausspricht. Dein emotionales Erfahrungsgedächtnis lässt Dich spüren, dass hier was nicht in Ordnung ist. Dein Bauchgefühl sagt Dir, dass Du es besser sein lassen sollst.

Solche Vorhaben, die nicht mit positiven emotionalen Gründen unterfüttert sind, kannst Du lediglich im Selbstkontroll-Modus ausführen. Dafür braucht es neben der Kontrolle auch große Willenskraft und Disziplin. Für eine Zeitlang wirst Du sie aufbringen können. Doch kommt Dir etwas in die Quere, wirst Du abgelenkt oder bei Deinem Vorhaben unterbrochen, wird es richtig schwer. Und dann reicht bei den allermeisten Menschen die Selbstkontrolle bzw. die aufgebrachte Disziplin nicht mehr aus.

Es ist dabei egal, ob es um gängige Vorhaben wie abnehmen bzw. mehr Sport treiben oder um unternehmerische Vorhaben geht. Wenn Du sie rein vom Kopf her angehst und Dich mehr oder weniger dazu zwingen musst sie durchzuführen, landen sie früher oder später auf dem „eigentlich-wollte-ich-doch-Friedhof“. Das ist die typische Endstation für die allermeisten Silvester-Vorhaben. 😉

Warum dieses Vorgehen nicht nur frustrierend ist, sondern Dir auf lange Sicht sogar in Deinem Business schaden kann, habe ich in meinem Artikel „Vermeide die Fitness-Studio-Falle! Freu Dich stattdessen über Deine Ziele!“ beschrieben.

Schritt 5 ist also dafür da, dass Du Deine Vorhaben mit Hilfe Deines emotionalen Erfahrungsgedächtnisses mit motivierenden Gründen unterfütterst. Und unpassende Vorhaben ggfs. aussortierst, um Deine Zeit und Deine Energie nicht damit zu vergeuden.

# Schritt 6: Lege Deine Quartalsziele und Monatsaufgaben fest – achte dabei auf Relevanz und Formulierung

Jetzt endlich 🙂 kannst Du Deine Ziele ganz konkret formulieren. Ziele, die Du auch wirklich erreichen kannst.

Jetzt erst, wirst Du vielleicht denken?! Ja, jetzt an diesem Punkt wird sich Deine ganze Vorarbeit aus den 5 Schritten zuvor richtig auszahlen. Denn es werden nur Ziele auf Deiner Liste landen, die Du a) wirklich willst, für Die Du b) entsprechend gut vorbereitet bist und die Du c) fokussiert angehen und damit auch erreichen kannst.

Nachdem Du durch Schritt 4 weißt, wie Dein nächstes Jahr aussehen soll und Du in Schritt 5 Deine Vorhaben emotional unterfüttert bzw. überprüft hast, geht es jetzt an die Feinarbeit und Du legst Deine Ziele für das nächste Quartal fest. Denn jetzt erst kannst Du das wirklich machen. Und zwar in Form von Quartalszielen und Monatsaufgaben bis hin zu wöchentlichen ToDo-Listen, wenn Du magst.

Mach Dir das Leben leichter durch die richtige Formulierung

Beginne also Deine Quartalsziele festzulegen, indem Du dabei auf die Relevanz achtest, sprich, ob es Deine Ziele sind, ob Du es auch wirklich willst, ob diese Ziele sozusagen aus Dir selbst herauskommen.

Und dann achte beim Aufschreiben auf die Formulierung. Denn das ist die zweite Falle beim Planen von Zielen: Sie sind nicht so formuliert, dass Du sie gut erreichen kannst. Wie Du das machen kannst und was es zu beachten gibt, habe ich in meinem Artikel „Warum Du bei Deinen Zielen auf die richtige Formulierung achten musst!“ beschrieben. Dort findest Du eine detaillierte Anleitung, um Deine Ziele gut, d.h. so, dass Du sie gut erreichen kannst, zu formulieren.

In Schritt 6 nimmst Du Dir also das nächste Quartal vor, basierend auf Deinem unternehmerischen Zukunftsbild aus Schritt 4. Nur (!) das nächste Quartal, das ansteht. Auf keinen Fall alle 4 Quartale, das ist gar nicht überschaubar und erst recht nicht planbar. Wenn Du lieber in Tagen denkst, dann ist ein 90-Tage-Zeitraum genau der richtige.

Bei Deinen 3-Monats-Zielen ist weniger deutlich mehr! Achte auf Ausgewogenheit und Machbarkeit

Welche Ziele möchtest Du Dir also für die nächsten 3 Monate stecken und auch erreichen? Nimm Dir nicht zu viele vor und achte auch darauf, dass sie bspw. nicht untereinander in Konkurrenz stehen. (Was das bedeutet und wie Du das vermeiden kannst, habe ich in dem oben genannten Artikel beschrieben).

Aus Deinen Zielen, die Du nun festgelegt hast, machst Du nun kleinere machbare Aufgabenpakete für jeden der drei Monate. Frage Dich dabei: Was musst Du in Monat 1, 2 bzw. 3 jeweils tun, um Dein Quartalsziel erreichen zu können? Denke immer vom Größeren zum Kleineren hin. Welche konkreten Aufgaben leiten sich daraus jeweils ab.

Zu Beginn jeder neuen Woche kannst Du Dir dann diese monatlichen Aufgabenpakete wieder vor Augen führen und Dir konkret überlegen, was Du diese Woche dafür tun willst, sprich welche ToDos diese Woche für Dich anstehen und wann Du sie machst.

In Schritt 6 legst Du also ganz konkrete Ziele für einen gut überschaubaren Zeitraum fest.

Und das wiederholst Du vier Mal im Jahr jeweils für die nächsten drei Monate. Die Schritte 2 bis 4 brauchst Du nur einmal pro Jahr machen. Schritt 1 vermutlich nur ein einziges Mal, wobei Du diesen Schritt auch gut immer wieder zur Vorbereitung und Einstimmung nutzen kannst. Am besten immer im Herbst, damit Du ruhig und entspannt in den Winter gehen und die Zeit zwischen den Jahren auf die Art und Weise genießen kannst, für die sie da ist: Um Pause zu machen.

Zum Abschluss noch ein paar Anregungen für Dein Ziele-setzen-Mindset.

Eventuell hast Du jetzt das Gefühl vor einem unglaublich großen Berg an Aufgaben zu stehen, den Du  – entsprechend meiner Ausführungen – machen musst, um am Ende mit ein paar „läppischen“ Quartalszielen „da zu stehen“.

Vielleicht fragst Du Dich, ob der ganze Aufwand sich wirklich rechtfertigt…

Meine Antwort: Ja, das tut er! Das dürfte Dich nicht überraschen, sonst hätte ich es wohl eher nicht so detailliert aufgeschrieben. Ich will Dir meine Überzeugung aber auch gerne noch etwas erläutern.

Jetzt investieren heißt, den Aufwand insgesamt reduzieren! Vor allem aber: Die Erfolgsquote hoch schrauben.

Stell Dir doch einfach mal das Szenario vor, welches Dich erwartet, wenn Du Deine Ziele ohne die Vorarbeit aus den 5 Schritten vorher festlegst.

Du setzt Dich also unvorbereitet eines Tages hin – vielleicht weil Du gerade mal ein bisschen Freiraum hast – und legst rein aus dem Kopf heraus fest, was Du in der nächsten Zeit (die Du auch willkürlich festlegst) erreichen willst.

Dann steht da vielleicht recht unsortiert und eventuell sogar sich widersprechend, eine ganze Liste von Zielen auf Deinem Papier. Du fängst an, sie abzuarbeiten ohne dass Du genau weißt, wo sie Dich eigentlich hinführen sollen. Schnell passiert es, dass Du Dich überforderst, denn Du hast die nötigen Voraussetzungen noch gar nicht geschaffen, um Deine gewünschten Ziele zu erreichen.

Dir kommt was dazwischen und schon wird alles durcheinander geschmissen

Dann ereignet sich etwas Unvorhergesehenes, was Dich Zeit und Energie kostet und der Fokus auf Deine Ziele geht verloren. Nach einiger Zeit hast Du wieder den nötigen Freiraum und kannst Dich Deinen Zielen widmen. Doch Du weißt gar nicht mehr so genau, wo Du eigentlich dran warst und noch viel wichtiger, wo Du ansetzen musst, um wieder loszulegen. D.h. Du brauchst erst mal geraume Zeit, Dich wieder einzuarbeiten und eventuell auch, um gewisse Dinge zu wiederholen, um Dich zu erinnern.

Damit ist Dein Zeitplan – den Du Dir vermutlich mit Meilensteinen festgelegt hast (weil man das halt eben so macht 😉 – längst überholt und Du kommst zeitlich in Engpässe und gerätst unter Druck. Um Deine Vorhaben weiter zu verfolgen, brauchst Du jetzt noch mehr Willenskraft und Disziplin und recht schnell macht das Ganze überhaupt keinen Spaß mehr…. Deine Vorhaben landen auf dem „hab-ich-nicht-erreicht“-Stapel. Frust und Enttäuschung machen sich breit, Selbstzweifel kommen auf.

Ungeplant an Ziele heranzugehen ist (leider) sehr häufig der Fall

Vielleicht denkst Du jetzt, dass das ein ziemlich abwegiges Szenario ist, ich kann Dir aber versichern, ich beobachte es immer wieder. Das allerschlimmste daran ist, dass die meisten Menschen in diesem Fall zu der Überzeugung kommen, es läge an ihnen. Sie hätten einfach nicht genug Disziplin, wären nicht arbeitstüchtig genug oder gar unfähig ihr eigenes Business zu leiten.

Meiner Meinung nach stimmt das aber nicht. Sie sind lediglich schlecht vorbereitet. Und haben vergessen erst zu investieren, um dann die Erfolge feiern zu können. Mal ganz abgesehen davon, dass das Alles eine Sache der Übung ist und der Prozess von Mal zu Mal einfacher und auch präziser wird.

Erfolg passiert nicht einfach, er muss er-folgen.

Damit auch Deine Erfolge er-folgen können, beschreibe ich Dir im letzten Schritt 7 dieser Blogserie noch, wie Du Deine Umsetzung planst und was Du im Vorfeld tun kannst, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen bzw. umgehen zu können.

Mit ideenreichen Grüßen,
Deine Dagmar

Wenn Du Deine Jahresplanung strukturiert und planvoll an einem Tag erledigen möchtest, dann melde Dich für meinen Workshop an. Ich begleite Dich Schritt für Schritt dabei, Deine Vorhaben ganzheitlich, mit Zielen, die Du auch erreichen kannst, zu planen!

P.S.: Hat Dir dieser Artikel gefallen? Dann freue ich mich sehr über eine Weiterempfehlung!

Herzlichen Dank für´s teilen! 🙂

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