Unternehmertum beginnt im Kopf – Deine Persönlichkeit bestimmt den Rahmen

Unternehmertum und Persoehnlichkeit

Du bist selbstständig. Siehst Du Dich eher als Dienstleister oder handelst Du auch unternehmerisch?

Vielleicht kommt Dir diese Frage jetzt etwas seltsam vor, weil Du meinst „unternehmerisch“ und „selbstständig“ wären verschiedene Dinge. Oder vielleicht weil Du denkst, es wäre genau das gleiche. Beides stimmt nicht!

Sie haben ganz viel gemeinsam, wenn auch die beiden Begriffe nicht deckungsgleich sind. Was nicht zuletzt darin begründet ist, dass jede Form von selbstständigem Wirtschaften unternehmerisch geprägt ist (sein sollte).

Für viele, die den Weg aus der Anstellung in die berufliche Selbstständigkeit gehen, ist unternehmerisch zu Denken und zu Handeln etwas, was sie in den ersten Jahren erlernen müssen.

Die wenigsten von uns bekommen es „in die Wiege gelegt“ und in einer Anstellung, selbst wenn Du in einem „Unternehmen“ arbeitest, lernst Du das schlichtweg nicht. Selbst unternehmerisch tätig zu sein ist viel umfangreicher und umfassender als es je ein Anstellungs-Job sein könnte. Da gilt es erst mal hineinzuwachsen.

Aber auch wenn Du schon längere Zeit Dein eigenes Business betreibst und Dir als klassischer Dienstleister noch nicht so viele Gedanken um unternehmerisches Handeln gemacht hast, kannst Du jederzeit damit beginnen. Es ist zu jeder Zeit richtig und wichtig, Dich damit zu befassen und Deine Einstellung zu gewissen Dingen zu hinterfragen und vielleicht auch zu überdenken und zu ändern.

Damit kannst Du meiner Meinung nach jederzeit beginnen. Vorausgesetzt Du willst es.

Alles fängt im Kopf an – hört da aber nicht auf

Unternehmerisches Denken ist zum großen Teil strategisches Denken. Und das fängt im Kopf an.

Aber auf keinen Fall ausschließlich Kopfsache!

Eine unternehmerische Sichtweise beginnt bei Deinen Einstellungen, wie Du die Dinge wahrnimmst und bewertest und was Du aus den Situationen machen willst. Und bezieht immer Dich als ganze Person mit ein.

In diesem Artikel möchte ich Dir gerne ein paar Anregungen geben, wie modernes bzw. smartes Unternehmertum denkt und handelt. Modern deshalb, weil sich die Welt aufgrund der technischen Möglichkeiten sehr stark verändert hat. Und heute vieles möglich ist, was vor 10 Jahren wahrscheinlich noch undenkbar war.

Und was es viel leichter möglich macht, Dein Business – egal in welcher Ausprägung Du es gestaltest – auf Dich und Deine Persönlichkeit abzustimmen.

Modernes Denken ist smartes Denken

Ich war vor ein paar Tagen mal wieder auf dem Solopreneur-Day von Ehrenfried und Brigitte Conta Gromberg, die das Smart Business Concept entwickelt haben.

Von dieser Veranstaltung bringe ich eine ganz Ladung an neuen Ideen, Inspirationen, Meinungen und starken Eindrücken mit nach Hause. Die Stimmung war unglaublich toll und die Menschen, die ich dort getroffen habe, haben mich schwer beeindruckt.

Es war deutlich zu spüren, dass alle mit großer Begeisterung für ihr Thema und für die Lebensart „unternehmerisch tätig zu sein“ unterwegs sind.

Meine Eindrücke möchte ich Dir hier gerne weitergeben und einige der aus meiner Sicht wichtigsten Statements zusammenfassen. So dass auch Du für Dich einen Weg in smartes Denken findest. Oder vielleicht auch freudig feststellst, dass Du bereits so unterwegs bist.

Einzel / solo / selbst etc. heißt immer gemeinsam

Die erste wichtige Botschaft, die ich Dir mitgeben möchte heißt: Suche aktiv nach Menschen, die auf Deiner Wellenlänge schwimmen, was Dein Business angeht. Suche den aktiven Austausch mit Menschen, die Dich in dem was Du vorhast, voranbringen können. Und Du wirst schnell merken, dass Du nicht allein unterwegs bist und auch nicht allein unterwegs sein musst. Dass selbst die Einzel-Selbstständigkeit nur in guten Kooperationen und auf der Basis von gutem Miteinander funktioniert.

Das ganz besondere des modernen Unternehmertums ist für mich die Offenheit und der unterstützende Umgang unter den Menschen, die diese Art zu leben auch wirklich leben. Das durfte ich wieder ganz stark spüren und auch hören auf dieser Veranstaltung.

Fazit: Wenn Du denkst, Du bist allein, dann bist Du es auch. Du musst es aber nicht sein, wenn Du nicht willst!

Finde Menschen, die Dich wohlwollend voranbringen. Dich zu vernetzen, um Dich auszutauschen und Euch gegenseitig zu unterstützen ist enorm bereichernd und bringt Dich ungemein voran. Such Dir die Netzwerke mit Gleichgesinnten und Vorbildern, in denen Du Dich wirklich wohl fühlst.

Konzentrier Dich auf Deine Kernkompetenzen

Die eierlegende Wollmilchsau mag in so mancher Stellenbeschreibung gesucht werden. In vielen Firmen ist man auch immer noch der Ansicht, es gäbe sie tatsächlich und sie einzustellen würde auch etwas bringen. Mag sein?!?!

Klar ist: In einer Selbstständigkeit ist sie so was von fehl am Platz! Falscher geht es gar nicht!

Unternehmerisches Denken ist die ganz klare Ausrichtung auf Deine Kernkompetenzen! Und zwar von Dir aus. Nicht von dem aus, was andere vielleicht gerne von Dir hätten. In Deiner Positionierung ist sie das A und O!

Fazit: Finde heraus, was Deine Kernkompetenzen sind und fokussiere Dich darauf. Und mach Dir gleichzeitig darüber Gedanken, wie Du das, was eben nicht zu Deinen Kernkompetenzen gehört, erledigen lassen kannst.

Also, welche Expertise Du einkaufen kannst, welche Fachaufgaben Du outsourcen kannst oder welche modernen Komponenten Du nutzen kannst.
Mach Dir klar und verinnerliche das auch wirklich: Du musst nicht alles selbst können bzw. machen müssen!

Fang bei all Deinen Überlegungen bei Dir selbst an! Stell Dich in den Mittelpunkt Deines Konzeptes.

Auf der Tagung gab es aus meiner Sicht ein alles durchdringendes Thema: Deine Persönlichkeit steht in einem modernen, smarten Business im Zentrum. In allen Gruppenarbeiten, Workshops und Vorträgen wurde das betont und auch durch vielerlei Beispiele untermalt. Auch mit Beispielen, wie es nicht klappt, wenn zu wenig auf sich selbst gehört bzw. geachtet wird.

Bei sich selbst anfangen / von sich ausgehen / Persönlichkeit, Authentizität und Echtheit / sich nicht zu verbiegen, zu sich zu stehen / eine echte Marke und transparent bzw. ehrlich zu sich selbst zu sein; all das wurde als ganz wichtige Ressource für ein gelingendes Business herausgearbeitet und immer wieder betont.

Fazit: Die eigene Persönlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen ist kein reiner Luxus. Ganz sicher wird Dein Business Dir besser und leichter gelingen, wenn Du es tust. Aber es ist mehr als das, es ist Grundbedingung für smartes unternehmerisches Handeln.

Denn es verschafft Dir Unabhängigkeit, Freiheit, Leichtigkeit und Entscheidungshoheit. Um dann auch – und das ist ein weiterer wichtiger Punkt – mit Deinen eigenen Ressourcen richtig umgehen zu können. Ressourcen-orientiertes Vorgehen (das eigene Maß finden, die eigene Geschwindigkeit finden, die eigenen Werte leben, die eigenen Grenzen erkennen) gehört ganz klar dazu.

Zeitgemäßes Unternehmertum bedeutet auf Augenhöhe zu arbeiten und zu kooperieren

Eine der tollsten Erfahrungen, die ich immer wieder auf dieser Veranstaltung machen kann und die mir auch andere im Gespräch bestätigen, ist der offene und unvoreingenommene Umgang miteinander. Es gibt dort keine Hierarchien. Und auch keine kleidungsmäßigen Symbole, die das ausdrücken möchten („Schlipps & Krawatte im Business-Anzug bzw. –Kostüm o.ä.).

Die Stimmung ist locker und gelöst, alle starten direkt beim beruflichen „Du“. Workshop-Leiter/innen oder Redner/innen sind im nächsten Moment schon „ganz normale“ Gruppenteilnehmer/innen.

Dieser Umgang auf Augenhöhe kommt nicht von ungefähr, er wird auch im Business-Leben gelebt. Und für ganz wichtig für das jeweilige Gelingen empfunden. Denn es geht einfach keine unnötige Energie für „psychosozialen Scheiß“ drauf. Gleichberichtige Kooperationen sind das, was angestrebt wird.

Fazit: Im modernen Unternehmertum „menschelt“ es ganz gewaltig. Zum Gelingen des eigenen Business trägt ganz entscheidend bei, in wie weit Du Dich mit Deiner eigenen Lebenseinstellung  und  Werten auseinander setzt, diese erkennst und lebst. Dabei geht es auch um Verantwortungsbewusstsein und Moral und darum, die eigenen Glaubenssätze zu hinterfragen. Und auch immer wieder um Neues Denken, um Umdenken, darum Flexibilität im Denken und Tun zu zeigen, bereit zu sein, anders weiterzumachen und über den Tellerrand hinauszuschauen.

Wer den Satz: „Das haben wir immer schon so gemacht.“ mag oder gar für angebracht hält, ist hier ganz sicher fehl am Platz!

Du brauchst ein ganz starkes „Wozu?“

Als letzten Punkt möchte ich diesen aufgreifen. Den des starken „Wozu?“, welches sich immer weiter entwickeln kann und als Leitfrage für Deinen Antrieb und Deine Energie dient.

Wenn Du dieses gefunden hast und es in Deinem Business leben kannst, dann gelingen Dir viele der weiteren wichtigen Dinge, die ich hier noch stichpunktartig aufführen möchte.

Und die von den Teilnehmern der Tagung als essentiell für ein smartes unternehmerisches Denken herausgearbeitet wurden:

  • selbstbestimmte eigene Weiterentwicklung
  • das Steuerrad in der eigenen Hand behalten
  • Ziele & Businessidee als Resultat der eigenen Erfahrung und Geschichte sehen und umsetzen
  • langfristig denken und planen, klein anfangen und ins Machen bzw. Tun kommen, in kleinen Schritten vorangehen, auf dem Boden bleiben, das eigene Ego zügeln
  • am Business arbeiten, dafür Zeit nehmen
  • Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen haben
  • scheitern können und daraus lernen
  • Zuversicht & Selbstwert stärken
  • testen, lernen, weiterentwickeln, praktische Erfahrungen machen
  • nicht in einem System sein, sondern eigene Systeme bzw. Prozesse schaffen
  • eigene Ziele und Wege sehen und umsetzen

Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesem Artikel ein paar Anregungen geben, wie auch Du Deinen Unternehmergeist stärken kannst. Und vielleicht ist auch ein bisschen meiner Begeisterung für dieses Thema, die ich dank dieser Tagung wieder total auffrischen konnte, auf Dich übergesprungen. Das würde mich freuen.

Vielleicht magst Du meinen Artikel ergänzen, kommentieren oder mit mir diskutieren?!?!
Ich lade Dich herzlich dazu ein, das hier auf dieser Seite zu tun.

Mit ideenreichen Grüßen,
Deine Dagmar

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Für die ich mich herzlich schon im Voraus bedanke.

 

 

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