Warum es sinnvoll ist, Pläne schon allein um des Planens Willen zu machen

Wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt… Ein gern genommenes Sprichwort derjenigen, die gar nichts vom Planen halten, denen das zu mühsam ist, die ihre eigenen Pläne immer wieder über den Haufen werfen oder einfach der Meinung sind, man könnte sowieso nichts genau planen, da es viel zu viele Ungewissheiten im Leben gibt.

Tja, Ungewissheiten im Leben und in der Arbeit gibt es tatsächlich sehr viele. Aber bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich keine Pläne machen soll, nur weil ich ja gar nicht alles einplanen kann?!

Nein! Natürlich nicht! (Ich hätte fast „Nein, um Gottes willen!“ geschrieben 🙂 )

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt“ wusste schon Gotthold Ephraim Lessing.

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt. - Gotthold Ephraim Lessing Klick um zu Tweeten

Gerade Einzel-Selbstständige müssen planen

Als Selbstständige oder Einzelunternehmerin kommst Du gar nicht darum, Dir Ziele zu setzen und Pläne zu machen. Wie sonst kannst Du wissen, was Du tun sollst, welche Aufgaben Du als nächstes angehen sollst, wohin Du überhaupt steuerst mit Deiner Tätigkeit oder was Du generell erreichen willst. Kurz: Was Dich motiviert, am Ball zu bleiben. Das Schöne an der Selbstständigkeit ist ja genau das: Dass einem keiner sagt, was man zu tun oder zu lassen hat!

Im Gegensatz zum Privaten – in dem man sich gerne auch mal treiben lassen kann – ist es in einer Selbstständigkeit daher unerlässlich zu wissen wo wann steht, um dann den Weg zu kennen, den man gehen muss, um seine Ziele zu erreichen. Sprich: Einen Plan zu haben!

Ansonsten bist Du nämlich nur ein Spielball, der von den Wellen Deines Arbeitslebens hin und her geworfen wird oder nur müde vor sich hin treibt, was unweigerlich über kurz oder lang entweder in den totalen Stress oder zu totalem Frust führt.

Argumente für das Planen: Diese Vorteile bringt Dir Dein Plan

Worauf es bei der Zielsetzung ankommt (was einen Wunsch zu einem konkreten Ziel macht) und was Du beim Pläne-schmieden beachten solltest, darauf werde ich in anderen Blogartikeln näher eingehen.

Hier und heute möchte ich zuerst einmal einige  – wie ich meine ungemein gute – Argumente bringen, warum es absolut immer sinnvoll ist, Pläne zu machen.

  • Den Überblick behalten: Ein Plan sagt Dir immer, wo Du begonnen hast, was Du schon erreicht hast (Motivation), wo Du gerade stehst und wo Du hin willst. Er gibt Dir Orientierung, ohne die Du nicht voran kämst und nicht wüsstest wohin Du laufen sollst.
  • Aktivierung des Nicht-Bewussten als Helfer: Pläne zu entwickeln und sie aufzuschreiben, aktiviert Dein Nicht-Bewusstsein und macht es zu Deinem Verbündeten. Es wird mit angesprochen und hilft Dir automatisch, Deine Ziele im Blick zu behalten. Ohne dass Du Dich dafür zusätzlich anstrengen musst.
  • Hilfe und Unterstützung bei Entscheidungen und der Prioritätensetzung: Pläne zu machen hilft, Wichtiges von Nebensächlichem zu trennen. Du kannst immer alles genau betrachten und Dich immer fragen „Komm ich mit dieser Tätigkeit meinen Zielen näher oder lenkt es mich eher davon ab?“
  • Hilfsmittel zur Fokussierung: Du kannst Dich mit einem Plan viel leichter auf das Wesentliche konzentrieren und das Pareto-Prinzip so für Dich arbeiten lassen. Das Pareto-Prinzip besagt, dass 20% des Zeitaufwandes bereits 80% der Ergebnisse bringen. Klingt super, oder?! Und das Beste daran: Es ist nachgewiesenerweise wirklich so. 🙂
  • Planen ist gleich Zeitgewinn: Vielfältige Erfahrungen zeigen, dass man durch den Mehraufwand an Planungszeit, bei der eigentlichen Durchführung Zeit einspart. Dadurch verkürzt sich die aufgewendete Gesamtzeit. Also Durchführen ohne planen dauert insgesamt länger, als erst planen und dann durchführen.

Wissenschaftlich nachgewiesen: Allein schon das Pläne-schmieden erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeiten

Ein weiteres, wie ich finde unschlagbares Argument für das Planen haben Psychologen herausgefunden. Sie untersuchen das Prinzip des Pläne-Machens schon lange. Und sie konnten folgendes feststellen.

Eine starke Absicht etwas zu erreichen erhöht die Chancen auf Verwirklichung. Soweit so gut, das ist erst mal nicht erstaunlich. Dass die reine Absicht aber nur mäßig für die Zielerreichung verantwortlich ist, ist schon interessanter, wie ich finde. Also: Nur, dass ich es mir vornehme, bringt mich nicht wesentlich weiter. Auch das ist recht selbsterklärend, dann man muss ja schließlich ins Tun kommen.

Aber jetzt kommt´s: Ein ausformulierter Plan (und wenn er noch so kurz und knapp ist) lässt die Chancen einer tatsächlichen Zielerreichung deutlich ansteigen. Studien belegen dies: 71% der Teilnehmer, die einen Plan für ihre Zielerreichung geschrieben haben, haben ihr Ziel dann auch tatsächlich erreicht. Im Gegensatz zu nur 32% der Teilnehmer, die keinen Plan gemacht haben.

Das schlichte Aufschreiben eines Plans dient als Mittel zur Selbstregulation und spielt eine wichtige Rolle bei der Zielerreichung!

Das schlichte Aufschreiben eines Plans dient als Mittel zur Selbstregulation und spielt eine wichtige Rolle bei der Zielerreichung! Klick um zu Tweeten

Was heißt das konkret für Dich?

Selbst wenn Du vielleicht noch nicht so genau weißt, wie Du das mit Deinen Plänen zukünftig machen sollst, so konnte ich Dir doch hoffentlich stichhaltige Argumente dafür geben, die Planung fest in Deinen Arbeitsalltag zu integrieren, sprich einzuplanen 🙂 und einfach mal damit anzufangen.

Und wenn Du schon ein Profi im Pläneschmieden bist und Dich vielleicht das ein oder andere Mal darüber geärgert hast, dass nicht alles so gekommen ist, wie Du es geplant hast oder Du vielleicht schon etliche Pläne über den Haufen schmeißen musstest. Dann zu erst mal: Willkommen im Club, das geht jedem so. Und zum zweiten: Du hast gerade gute Argumente gelesen, die Dir zeigen, dass es auf keinen Fall umsonst war.

Denn wer weiß, wie es ohne Plan gelaufen wäre?!?! 🙂

Mit ideenreichen Grüßen,
Deine Dagmar

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