Geschwindigkeit ist relativ – führe Dein Business in der für Dich richtigen

Geschwindigkeit ist relativ – führe Dein Business in der für Dich richtigenDank Albert Einstein haben wir den mathematischen Beweis: Alles ist relativ.

Dass Geschwindigkeit bzw. Zeit relativ ist, das wusste die Menschheit schon vorher. Und sicher brauchst auch Du keinen Beweis dafür, dass die eine Tätigkeit schneller als die andere geht und nicht jeder Tag für Dich gefühlt gleich lang ist.

Was das Thema Businessaufbau und -ausbau angeht, habe ich allerdings manchmal den Eindruck, dass diese Tatsache vergessen wird. Da muss alles zügig und schnell gehen, am besten gleich auf Anhieb klappen und möglichst viele Dinge gleichzeitig erledigt werden… Ich gebe zu: Auch ich bin nicht davor gefeit und schon oft genug in diese Denk-Falle getappt.

Doch der eigenen Zeit voraus zu sein, oder der eigenen Entwicklung hinterher zu hecheln, ist ungesund. Denn ganz schnell entsteht Überforderung. Und die führt bekanntlich nie zu etwas Gutem.

In meinem letzten Blogartikel Arbeite in, an & mit Deinem Solo-Business – so gelingt es langfristig! habe ich bereits darüber geschrieben, dass Du meines Erachtens auch „mit“ Deinem Business arbeiten solltest.

Auf dieses „mit-Deinem-Business-arbeiten“, gehe ich in diesem Artikel näher ein.

Die Basis für alles ist Deine Strategie.

Wenn Du an Deinem Business arbeitest, dann überlegst Du Dir Strategien. Beispielsweise indem Du Deine Positionierung ausarbeitest und festlegst, an welche Kunden sich Dein Angebot richtet.

Das ist Teil einer unverzichtbaren und wichtigen strategischen Basisarbeit, ohne die Du nicht weißt, wie Du Deine Angebote verkauft bekommst und welche Wege Du in Deinem Marketing einschlagen sollst.

Ohne Strategie also auch keine Umsetzung, kein zielführendes managen Deiner Aufgaben.

Strategien müssen zum Unternehmen passen, im Falle einer Einzelselbstständigkeit also zu Dir.

Doch was nützen die schönsten Strategien oder die ausgetüfeltsten Methoden, wenn Du als Person damit nicht klar kommst oder Dir nicht die Zeit gibst, daran zu wachsen?!?

Daher gehört für mich immer dazu, dass Du Dein Solo-Business in Einklang mit Deiner Persönlichkeit bringst. Das heißt, dass Du möglichst alles, was Du tust und wie Du es tust auf Dich und Deine Persönlichkeit abstimmst.

Dafür braucht es nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Denn Persönlichkeitsentwicklung ist Arbeit und geht nicht einfach so nebenher. Beides muss Dir also zur Verfügung stehen. Es macht also Sinn, dass Du für diese Entwicklung gezielt Zeit einplanst, um Dich zusammen mit Deinem Business weiterzuentwickeln.

Jede innere Entwicklung braucht ihre Zeit – Dalai Lama Klick um zu Tweeten

Entwicklung ist individuell und nimmt unterschiedlich viel Zeit in Anspruch.

Bei dem einen geht es ein bisschen schneller, bei dem anderen dauert es halt ein bisschen länger. Der eine kommt mit bestimmten Dingen gleich von Anfang an gut klar. Dafür müssen wieder andere Verhaltens- oder auch Denkweisen erst trainiert werden. Bei dem einen dies, bei jemand anderem jenes.

Eben in unterschiedlicher Geschwindigkeit, so wie wir Menschen alle unterschiedlich sind! Und uns unterschiedliche Dinge leicht oder eben auch schwer fallen.

Geh Dein Tempo – mal ein bisschen schneller, mal ein bisschen langsamer – eben genauso wie Du es schaffst.

Meine Meinung: Es ist besser in kleinen Zwergen-Schritten sicher und kontinuierlich voran zukommen, als in Riesen-Sprüngen dahin zu eilen und Dich dabei eventuell sogar selbst zu überholen.

Zur Verdeutlichung möchte ich Dir ein kleines Gedankenspiel an die Hand geben. Vielleicht kennst Du diese Frage: „Wie isst man einen Elefanten?“ Wenn Du noch nie die Antwort darauf gehört hast, dann halte hier mal kurz inne und finde Deine Antwort bevor Du weiter liest! Damit Du den Aha-Effekt mittbekommst.

Na, überlegt und Antwort gefunden? Dann ließ weiter.

Die Antwort ist: Einen Elefanten isst man Stück für Stück!

Und genauso gehst Du in Deinem Business voran: Schritt für Schritt. Und wenn Dir die Schritte als sehr klein vorkommen, dann schreibe sie kontinuierlich auf. Daran wirst Du gut erkennen, dass Du stetig vorankommst.

Beobachte Dich auch immer mal wieder bewusst aus der Vogelperspektive und frage Dich, ob Dein aktuelles Tempo für Dich passend ist und wie schnell Du eigentlich unterwegs bist.

Schaff Dir eine eigene Art von Tacho.

Im Auto oder auf einem Fahrrad hast Du einen Tacho, der Dir genau anzeigt, mit welcher Geschwindigkeit Du fährst. Mit den Angaben auf den Verkehrsschildern kannst Du abgleichen, ob Du zu schnell unterwegs bist.

Beim Laufen ist es ähnlich, Du merkst recht schnell, wann Dir die Puste ausgeht und Du vielleicht ein wenig langsamer machen solltest. Denn was passiert, wenn einem beim Laufen die Puste ausgeht? Du bekommst Seitenstechen und schnappst nach Luft. Das tut ganz schön weh! Vor allem hindert es Dich aber, im gleichen Tempo weiterzulaufen, da es ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers ist.

Gut wäre es, wenn Du auch für Dein Business-Leben einen solchen Tacho hättest. Oder Dir in irgendeiner Form ein Erkennungs-System schaffst, das Dir anzeigt, ob Du zu schnell oder ob Du in dem für Dich richtigen Tempo unterwegs bist.

Am wichtigsten ist, dass Du Dich nicht selbst überholst.

Wenn Du in und mit Deinem Business zu schnelle oder zu große Schritte machst, kann es nämlich auch hier dazu kommen, dass Du in irgendeiner Form „Seitenstechen“ bekommst. Bestimmt hast Du schon mal erlebt, dass sich das bei Dir in einer ganz speziellen Art und Weise zeigt.

Merk Dir aufmerksam, wie sich dieses „zu schnell“ bei Dir äußert. Damit hast Du einen guten Indikator für Deinen eigenen Tacho.

Nimm diese Hinweise wahr und ernst und höre darauf. Wenn Du nämlich stattdessen weiterhin die Siebenmeilenstiefel anbehältst oder anbehalten willst, dann kann es gut passieren, dass Du Dich selbst überholst und schließlich auch selbst abhängst.

Dann gerätst Du in Situationen, die Du eben nicht mehr angemessen managen oder handhaben kannst. Dann hast Du Dich selbst überholt und bist nicht mehr bei Dir.

Denk daher immer dran: Geschwindigkeit ist relativ und am besten gehst Du in Deiner eigenen!

Auch mal langsam machen heißt ganz klar nicht, dass Du stehenbleibst. Du gehst auch langsam weiterhin voran. Du wirst auch dann Herausforderungen annehmen und meistern. Du wirst immer wieder Deine Komfortzone verlassen.

Aber eben halt nicht gleich alles auf einmal oder in nullkommanix.

Sondern in Deinem Tempo, das Du für Dich herausfindest. Mal gehst Du langsam und merkst, dass Du jetzt mal wieder ein bisschen Gas geben kannst. Mal bist Du eine Weile richtig schnell unterwegs und merkst, dass es jetzt wohl angebracht ist ein bisschen langsamer zu machen. Und manchmal – ich hoffe für Dich recht häufig – bist Du genau in dem angenehmen Tempo unterwegs, in dem Du gut vorankommst, ohne aus der Puste zu geraten.

Genau wie beim Joggen kannst Du das üben. Was Du dafür brauchst: Selbstbeobachtung und Zeit.

Kurze Anleitung, um den eigenen Tacho zu eichen.

Ich möchte Dir noch einen Tipp geben, wie Du anfangen kannst, Deinen Tacho zu eichen. Also wie Du die Geschwindigkeit bestimmen kannst, in der Du am besten vorgehst.

Schritt 1: Mach Dir einen langfristigen Plan. Wo willst Du Dich und Dein Business hin entwickeln. Schreib das auf und zwar unter dem Titel: Ich und mein (Business-)Leben in 9 Jahren. Mach Dir dazu richtig ausführliche Gedanken und entwickle eine motivierende Vision.

Schritt 2: Überlege Dir, welche Schritte Du gehen willst, um Deine Vision wahr werden zu lassen. Mach die Schritte in dieser Überlegung ruhig recht groß. Es geht darum, Dir den Weg vor Augen zu führen, nicht alles im Detail zu planen. Dafür sind 9 Jahre viel zu lang.

Schritt 3: Bringe die Schritte – falls sie es noch nicht sind – in eine chronologische Abfolge. Am einfachsten geht das, wenn Du rückwärts denkst. Du beginnst also mit dem Schritt, den Du als letztes gehen willst, damit Du Deine Vision erreichst. Dann überlegst Du Dir den Schritt davor und dann den davor und so weiter. So wird Dein Weg sich immer deutlicher abzeichnen.
Praktischer Umsetzungstipp: Gut geht das, wenn Du Dir jeden einzelnen großen Schritte auf ein Kärtchen schreibst, dann kannst Du diese hin und her schieben, bis es passt.

Schritt 4: Wähle den ersten Schritt, also den, den Du jetzt als nächstes gehen willst, aus. Diesen Schritt, analysierst Du jetzt genau. Was bedeutet der Schritt? Was brauch ich dafür? Wo soll er mich am Ende hin bringen? Als Zeitraum für einen solchen Schritt hat sich meiner Erfahrung nach die Spanne von 6 bis 9, vielleicht sogar 12 Monaten bewährt.

Schritt 5: Plane die ersten 3 Monate dieses ersten Schrittes nur recht detailliert. Zerlege ihn in möglichst viele Einzelschritte, die Du jeden für sich genommen richtig gut gehen kannst. Plane auch bewusst Pausen ein. Wenn Du feststellst, dass es zu viel wird, was Du Dir für die nächsten drei Monate vornimmst, dann verkleinere den Schritt nochmals oder verschieb einige Teilschritte mit einer ganz bewussten Entscheidung auf später.

Schritt 6: Geht los! Beginne die Schritte zu gehen, also Deine Vorhaben umzusetzen. Und beobachte Dich dabei möglichst gut. Hilfreich kann es zum Beispiel sein, Tagebuch zu schreiben.

Schritt 7: Nach drei Monaten blickst Du zurück und analysierst Dein Vorankommen und Deine Geschwindigkeit. Hat alles gepasst? Was hat nicht geklappt? Wo warst Du zu schnell, wo vielleicht zu langsam? Wie ist Dein Gefühl insgesamt?
Damit hast Du einen ersten Anhaltpunkt wie Du Deinen eigenen Tacho eichen bzw. einstellen kannst und wo Du eventuell nachjustieren musst. Wenn Du das ein paar Mal gemacht hast, hast Du Dein, für Dich gutes Tempo herausgefunden in dem Du entspannt weiter machen kannst.

Ich wünsch Dir viel Spaß und gutes Gelingen!
Mit ideenreichen Grüßen
Deine Dagmar

Einzelberatungs-Programm - staerke Deinen UnternehmergeistWenn Du dieses Vorgehen ausprobieren willst, aber keine Lust hast die Schritte alleine zu gehen, dann lade ich Dich ein, Dir meine Unterstützung zu holen.
In meinem online Einzelberatungs-Programm begleite ich Dich, neben einigen anderen Dingen, Dein zu Dir passendes Tempo herauszufinden und einzustellen.

 

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Herzlichen Dank für´s teilen! 🙂

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