Plane Dein Business-Jahr Schritt für Schritt

Plane Dein Business-Jahr Schritt für SchrittPlane Dein Business-Jahr Schritt für Schritt – analysiere was war, dann konkretisiere Dein unternehmerisches Zukunftsbild.

In diesem Artikel beschreibe ich Dir Schritt 3 & 4 einer gelungenen Business-Jahresplanung, die Du nun machst, nachdem Du Dich mit Schritt 1 & 2 vorbereitet hast. (Schritt 1 & Schritt 2 findest Du hier.)

Du kennst jetzt also Deinen Leitstern, d.h. Du hast Deine Business-Vision klar vor Augen und weißt welche Vorstellung Dich magnetisch anziehen, um Deinen Weg in Deiner Selbstständigkeit zu gehen!

Das ist ein schönes Gefühl, oder 🙂 Ich bin der Meinung, dass dies eine der schönsten Aufgaben in der strategischen Business-Planung ist. Da kannst Du so richtig tief „rein gehen“ und in Deinen Wünschen und Träumen schwelgen, hier geht es sehr viel darum, was Dir Dein Herz und Dein Bauch sagen.

Wenn Du Deine Vision noch nicht entworfen hast, dann geh noch mal einen Schritt zurück. In meinem Artikel „Wie Du Deine Business-Jahresplanung machst, auch wenn Du denkst, dass Planen nicht zu Deinen Stärken gehört“ habe ich beschrieben warum es so wichtig ist, dass Du zuerst diese vorbereitenden Schritte machst – also Dir wirklich etwas aufschreibst und das Ganze nicht nur gedanklich durchspielst, sondern Deine Vision wirklich fühlst, und zwar richtig positiv. Klar kann Dein Bauch dabei ein bisschen vor Aufregung kitzeln, Deine Vision sollte aber ausschließlich Positives bei Dir auslösen.

Es geht also weniger darum, was Du genau aufschreibst, sondern vielmehr darum, wie sich Deine Vision für Dich anfühlt! Es ist ganz wichtig, dass Du diese Phantasien erspürst und fühlst, sie dürfen nicht vom Kopf her kommen oder nur in Deinem Kopf existieren.

Erst dann, wenn hier alles stimmig und rund ist, wenn Du also so richtig tief drin steckst und vor allem fühlst wohin die Reise für Dich gehen soll, dann geh zu Schritt 3 über.

# Schritt 3: Blicke zurück und mache Inventur – Wo stehst Du aktuell?

Blicke auf das zurück was Du schon geschafft hast und welche Erfolge Du schon feiern konntest! Welche Wegstrecke bist Du schon gegangen? Was hat Dich dorthin gebracht, wo Du heute stehst?

Diesen Schritt zu machen, ist aus mehreren Gründen wichtig.

Zum einen motiviert es Dich, denn Du führst Dir Dein Vorankommen konkret vor Augen. Du machst Dir also klar, was Du schon alles erreicht hast, was Du verändert hast, wie Du Dich weiter entwickelt hast usw. Blicke dafür ruhig ein paar Jahre zurück und vergleiche mit dem, wo Du herkommst, wer Du noch vor ein paar Jahren warst. Hole Dir diese Erfolge ganz klar vor Augen.

Arbeite an Deiner persönlichen Fehler-Akzeptanz

Solltest Du jemand sein, dem man das „bloß-keine-Fehler-machen“ in der Schule besonders stark eingeimpft hat, ist dieser Schritt besonders wichtig für Dich. Denn dann kommt Dir vermutlich zuerst in den Sinn, was alles nicht so gut geklappt hat.

Mach Dir klar: a) Fehler sind menschlich und dazu da, um daraus zu lernen. b) Fehler gemacht und daraus gelernt zu haben ist ein großer Erfolg! Nicht jedem gelingt das. 😉 Sollte Dir bei Deinem Rückblick also erst mal nichts Positives einfallen, kannst Du diese Gedanken als Ausgangspunkt für Deinen Rückblick nehmen.

Denn das ist der Sinn dieser Übung: Dich in eine positive Stimmung zu versetzen. Blicke also so lange zurück und suche regelrecht nach dem was Dir gut gelungen ist, bis Du das mit einem guten Gefühl und durchaus ein wenig Stolz in der Brust machen kannst.

Dein aktueller Standpunkt bestimmt Deine nächsten Handlungen

Neben der Motivation, die Du aus dieser Übung ziehst, geht es darum, Deinen aktuellen Stand so deutlich und klar wie möglich beschreiben zu können.

Warum ist das wichtig? Nur wenn Du weißt wo Du stehst, kannst Du die Maßnahmen überlegen, die Dich dorthin bringen, wo Du hin willst.

Ein Beispiel: Zwei Menschen haben beide das gleiche Ziel, nämlich in 9 Monaten einen Halbmarathon in ihrer Heimatstadt zu laufen. Person A ist ein 45-jähirger Mann, der noch nie besonders sportlich war und dem Laufen generell eher weniger abgewinnen kann (warum er dann überhaupt das Ziel hat einen Halbmarathon zu laufen, ist eine andere Geschichte 😉 ). Person B ist eine 23-jährige Sportlerin, die nach einer längeren Knieverletzung erst wieder mit dem Joggen beginnt und den Lauf als Etappenziel zurück in ihren Leistungssport betrachtet.

Dass beide Personen aus diesem Beispiel völlig unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen und Erfahrungen haben, wird glaube ich recht schnell deutlich. Daraus ergibt sich auch, dass beide ganz unterschiedliche Wege einschlagen müssen, um am Ende das gleiche Ziel zu erreichen.

Schritt 3 ist also dafür da, dass Du Deine Vorhaben Deiner aktuellen Situation anpasst.

  • Wo kommst Du her?
  • Was kannst / hast / weißt Du?
  • Wie ist Dein aktueller Stand in Deiner Selbstständigkeit?
  • Was hast Du Dir schon erarbeitet? Was hast Du schon erreicht?

Wenn Du noch ein wenig Motivation brauchst, um diese Aufgabe wirklich zu erledigen, dann ließ meinen Blogartikel „7 Vorteile, die Dir Rückschau & Analyse bringen. Und 8 Gründe es regelmäßig zu tun“. Dort beschreibe ich u.a. welche Vorteile es Dir bringt, Deinen Rückblick regelmäßig auszuwerten, gebe Dir 5 konkrete Tipps, wie Dir die Rückschau Vergnügen bereitet und habe eine ganze Liste an passenden Reflexionsfragen für Dich.

# Schritt 4: Beschreibe Dein unternehmerisches Zukunftsbild – was willst Du im nächsten Jahr erreichen oder verändern?

Ausgehend von dem, was Du Dir in Schritt 2 bildhaft vorgestellt und dem, was Du Dir in Schritt 3 erarbeitet hast, kannst Du nun eine möglichst konkrete Vorstellung entwerfen, wie Dein Business(-Leben) in einem Jahr aussehen soll.

Wie sieht Dein ganz konkretes unternehmerisches Zukunftsbild aus?

Hierbei können jetzt ruhig Zahlen auftauchen. Zahlen, die z.B. Deinen Umsatz definieren, den Du machen willst. Zahlen, die Deine Bekanntheit (z.B. Deine social media-Reichweite) widerspiegeln. Zahlen, die Dein Arbeitspensum betreffen usw.

Ebenso können bestimmte Aktionen und Vorhaben jetzt ins Spiel kommen. Beispielsweise, dass Du Weiterbildung XY machen willst, diese oder jene Kooperation eingehen oder anbahnen möchtest oder Deiner Webseite  – bzw. Deine Marketing-Unterlagen generell – einen neuen Look verpassen willst.

Diese Beispiele sollen Dich lediglich anregen, Dein Zukunftsbild so detailliert wie möglich zu beschreiben. Sicher fallen Dir noch weitere Bereiche ein, die Dir wichtig sind.

Wie sieht Dein möglichst konkretes 12-Monats-Szenario also aus?

  • Was steht im nächsten Jahr an?
  • Welche größeren Aktivitäten willst Du im nächsten Jahr angehen oder durchführen?
  • Was soll sich innerhalb der nächsten 12 Monate konkret verändert haben?
  • Wie sollen sich Deine Zahlen entwickelt haben?
  • Wenn Du Vorhaben planst, das Du aus der aktuellen Situation heraus noch nicht gut angehen kannst, was braucht es dann noch dafür? Was musst Du noch lernen? Was trainieren?

Bring Deinen Kopf so richtig in Schwung – entwerfe, plane, wäge ab!

Im Unterschied zu Schritt 2 wirst Du hier viel konkreter, d.h. hier kommt viel mehr Dein Kopf ins Spiel, mit dem Du vorausplanst und abwägst. Zum Beispiel ob es realistisch ist, dass Du genügend Zeit für all Deine Vorhaben hast.

Dabei kann es leicht passieren, dass Du Dich überschätzt und in der aktuellen guten Stimmung (Euphorie), in die Dich die vorherigen Schritte hoffentlich versetzt haben, ein bisschen übers Ziel hinausschießt.

Macht nichts, das ist m.E. normal und kann sich mit der Zeit und vor allem Deiner Erfahrung im Planen wieder regulieren.

Worauf Du bei diesem Schritt achten kannst, habe ich in meinem Artikel „Vermeide diese 11 Fehler bei Deiner Business-Jahresplanung“ beschrieben.

Schritt 4 ist also dafür da, dass Du ein möglichst konkretes Szenario Deiner nächsten 12 Monate entwirfst.

Auch dieses Mal schlage ich Dir vor, diesen Schritt nicht ausschließlich an Deinem alltäglichen Arbeitsplatz zu machen. Die gewohnte Umgebung lädt dazu ein, in gewohnten Bahnen zu denken. Du bewegst Dich automatisch in den Dir bereits vertrauten Gedanken, Meinungen und Gefühlen und das kann Dich einengen, begrenzen oder beeinflussen.

Der Sinn der Übung ist jedoch, ein neues Szenario für das nächste Jahr zu entwerfen, einen oder gleich mehrere größere Schritte in Deinem Business vorauszudenken, etwas Neues zu wagen oder auszuprobieren.

Dafür ist es hilfreich, wenn Du Dich in ein anderes Umfeld oder an einen anderen Ort begibst. Zumindest teilweise.

Wechsle ab zwischen konzentriertem Nachdenken und freier Inspiration – so entstehen die besten Ideen.

Du kannst z.B. so vorgehen, dass Du Dich an Deinem Arbeitsplatz mit Deinen Vorhaben beschäftigst, indem Du Dich in Deine Zahlen und Vorhaben aus Schritt 3 vertiefst und wirklich konzentriert und fokussiert nachdenkst und überlegst. Schalte dazu bewusst alle Ablenkungen aus.

Im Anschluss daran gehst Du z.B. in Dein Lieblings-Café oder in ein Museum, wanderst durch die Natur oder einen Stadtteil, den Du besonders gerne magst und lässt Dich inspirieren. Suche Dir die Umgebung, die Dich am meisten erfreut und inspiriert. Lass Deine Gedanken schweifen und öffne Dich für neue Ideen. Dein Notizbuch solltest Du hier unbedingt dabei haben, denn nichts ist so flüchtig wie eine neue Idee. 😉

Wenn Du magst, dann mach diese beiden Teilschritte – konzentriertes Nachdenken und freie Inspiration – ruhig mehrmals. Genieße diesen Prozess und freu Dich über Deine neuen Ideen, die Du erst mal unzensiert, also einfach mal so stehen lassen solltest.

In den nächsten beiden Schritten (Schritt 5: „Wünsche werden erst durch Gründe zu Zielen – unterfüttere Deine Vorhaben mit positiven Emotionen“  & Schritt 6: „Lege Deine Quartals-Ziele und Monats-Aufgaben fest – achte dabei auf Relevanz und Formulierung“) beschreibe ich Dir dann, wie Du mit Deinen neuen Erkenntnissen weiter vorgehst und sie in konkrete Ziele umwandelst.

Mit ideenreichen Grüßen,
Deine Dagmar

Wenn Du Deine Jahresplanung strukturiert und planvoll an einem Tag erledigen möchtest, dann melde Dich für meinen Workshop an. Ich begleite Dich Schritt für Schritt dabei, Deine Vorhaben ganzheitlich, mit Zielen, die Du auch erreichen kannst, zu planen!

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Herzlichen Dank für´s teilen! 🙂

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