Die passende Geschäftsidee finden – so gehst Du vor!

Als Selbständige/r ist es Deine Aufgabe, Dir zu überlegen, wie Du Umsatz machen willst. Also was Deine Geschäftsidee sein soll. Kurz gesagt: Was bietest Du an, für wen, zu welchem Preis und wie?

In der Regel bekommst Du das von außen – sprich von Deinen Kunden – nicht vorgegeben. Es liegt an Dir Ideen zu haben.

Und selbst wenn Du derzeit das Gefühl hast, dass es Dir vorgegeben sei, dann beginne doch mal zu überlegen, wie Du es selbst gestalten kannst. So dass Du Dein Business aktiv gestaltest und nicht die Aufträge anderer passiv annimmst (bzw. annehmen musst).

Je mehr Du ins Gestalten Deiner eigenen Ideen kommst, desto unabhängiger und freier wirst Du in Deinen Aktivitäten. Du kannst bestimmen, was Du anbietest und was nicht.

Selbst wenn Du schon eine ganze Weile am Markt bist, kannst Du diese jederzeit (neu) überlegen. Je nachdem, wie zufrieden Du mit dem derzeitigen Zustand bist.

Ergreife die Chance selbst aktiv zu werden!

Das ist einer der großen Vorteile, die ich in einem Solo-Business sehe: Du kannst es so gestalten, wie es zu Deinen Vorstellungen passt. Darüber habe ich bereits in meinem Artikel Die großen Chancen eines authentischen Solo-Business geschrieben.

Diese Chance solltest Du Dir immer wieder vor Augen führen und sie auch nutzen. Du kannst Dein Business nach Deinen Vorstellungen auf-, aus- oder auch umbauen, Deine Werte einfließen lassen und das tun, was Dir wichtig ist.

Wenn du als Person in Dein Business einfließt und das mit den Bedürfnissen Deiner Kunden harmoniert, kann es Dir gelingen, ein langfristiges Business zu schaffen. Eines, das Dich über Jahre trägt, Dich erfüllt, mit Dir und Deiner Weiterentwicklung wächst und sich auch Dir anpassen und entsprechend verändern kann.

Die Grundlage für Deine Geschäftsidee sind Antworten auf die folgenden drei Fragen: Wozu? Wie? Was?

Ich schlage Dir vor, überprüfe diese Fragen einmal im Jahr! Nimm Dir das wirklich vor und führe es in dieser Reihenfolge durch: Wozu? Wie? Was?

Die Reihenfolge ist wichtig!

Die meisten – denn das ist ganz normal – beginnen sofort mit dem „Was?“. Das ist das Naheliegende. Was mache ich, wofür ich Geld verlangen kann? Das leitet sich oft ganz selbstverständlich aus der jeweiligen „Berufsbezeichnung“ ab.

Designer, designen. Yoga-Lehrer geben Yoga-Unterricht. Unternehmensberater beraten andere Unternehmen. Musiker machen Musik oder singen. Physiotherapeut massieren, usw.

Im Grunde weiß jede/r sofort, was er oder sie tut. Sehr schnell ist klar, welche Produkte oder welcher Service verkauft werden soll.

Das ist allerdings zu kurz gedacht und Du vergibst Dir viele Chancen, Deinen Wirkungsbereich auszuweiten. Nach dieser Weise vorzugehen, wird Dich nicht besonders weit bringen. Und viel gravierender: Du engst Dich in Deinen unternehmerischen Chancen ein und verhinderst, was möglich wäre.

Daher schlage ich Dir folgendes Vorgehen vor:

Beginne mit dem „Wozu?“

Dies ist der erste Schritt!

Überleg Dir ganz genau, wozu gibt es Dein Business? Du kannst Dich auch fragen, warum? Aber ich finde „wozu“ geeigneter, denn es passt besser zu dem, um was es geht. „Wozu“ ist nämlich in die Zukunft gerichtet.

  • Was ist der Sinn dessen, was Du tust? Was ist für Dich sinnvoll?
  • Welchen Zweck hat Dein Business?
  • Was soll sich durch Dein Tun verändern?
  • Wozu tust Du das Ganze?

Wenn Du diese Fragen liest, kommen Dir vielleicht folgende Gedanken?

Was, damit soll ich anfangen? Das ist viel zu „groß“! Ich will doch nur mein Geld verdienen. Am besten mit etwas, das mir Spaß macht.

Geld verdienen ist aber kein Grund. Das ist das Resultat. Es kommt automatisch und ist quasi die Grundbedingung für ein Business.

Damit Dir Dein Business langfristig gelingt, ist es wichtig, dass Du Dein „Wozu?“ kennst. Es ist das, was Dich tragen wird, was Dich zuversichtlich, mutig und motiviert werden lässt.

Und: Es ist das, was Deine Kunden zu Dir führen wird!

Ja, genau! Du hast richtig gelesen. Deine Kunden sind sehr wohl an Deinem „Wozu?“ interessiert. Denn das wird für sie den Unterschied zu anderen Anbietern machen. Es wird sie entweder ansprechen oder auch nicht. Beides ist gut!

Wenn Deine Kunden Dein „Wozu?“ emotional verstehen und es teilen, werden sie Dich als Anbieter anderen (vergleichbaren) vorziehen.

Denn die Menschen kaufen nicht, was Du tust, sondern wozu (warum) Du es tust!

Als zweiter Schritt folgt das „Wie?“

Diesen Schritt ganz bewusst zu durchdenken wird häufig vergessen. Bzw. es wird einfach das Naheliegende gewählt. Oder das, was man denkt, dass die Kunden von einem ohne jeden Zweifel erwarten.

Dabei gibt es hier schon unendliche Möglichkeiten Dein Business auszugestalten und vor allem es Dir und Deiner Persönlichkeit anzupassen.

Hier kann Deine ganz persönliche Note zum Vorschein kommen.

Beispielsweise kannst Du Dir überlegen, ob Du lieber komplett alleine oder mit anderen zusammenarbeiten willst (was noch nicht heißt, dass Du als Chef / Chefin ein Unternehmen gründen musst). Du kannst Kooperationen eingehen oder Netzwerke gründen.

Du kannst Dir überlegen, in welcher konkreten Form Du Deine Dienstleistung anbieten willst. Als Einzel-Abrechnung? Für ganze Gruppen? Als standardisierten Service? 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche oder zu ausgewählten Zeiten?

Vielleicht ist es ja auch möglich, Dein Angebot – das Du bisher immer als Dienstleistung gedacht hast – als Produkt anzubieten?

Um hier auf neue und andere Ideen zu kommen, kann es hilfreich sein ganz bewusst über den Tellerrand hinweg zu schauen. Wie wird es in anderen Branchen gemacht? Was machen große Konzerne, was Du im Kleinen auch machen könntest?

Du musst das Rad hier nicht neu erfinden, vielleicht machst Du auch nur ein paar Kleinigkeiten anders. Lass Dich inspirieren!

Es geht hier vor allem darum, dass Du es so gestaltest, wie Du es haben willst und wie Du meinst, dass es zu Deinen Kunden passt. Es ist wichtig, dass es passt, nicht zwingend dass es neu oder innovativ ist.

Als letzter Schritt kommt das „Was?“

Erst JETZT !!! überlegst Du Dir konkret was DU anbieten willst.

Basierend auf Deinem „Wozu?“ und Deinem „Wie?“ kannst Du jetzt viel leichter erkennen, was Du  – und vielleicht nur Du genauso – anbieten kannst.

Löse Dich dafür von dem Althergebrachten. Mach nicht einfach das, was andere auch machen. Oder was die gängige Variante ist. Wenn es zu Dir passt, ok! Wenn Du aber merkst, da ist etwas nicht so ganz stimmig, überlege weiter.

Um im obigen Beispiel zu bleiben wäre das Althergebrachte: Als Designer biete ich Logo-Gestaltung an. Als Yogi gebe ich Yoga-Gruppen- oder Einzelunterricht. Als Beraterin fahre ich zu den Unternehmen und rechne in Einzelstunden oder als individuelles Beratungspakt ab. Als Musiker gebe ich Musik- oder Gesangsunterricht. Als Physiotherapeut rechne ich mit den Krankenkassen ab.

Um herauszufinden, was Du konkret anbieten willst, kann es hilfreich sein, Deine Kunden zu befragen. Versuche das aber mit einer gewissen Distanz zu betrachten und Dir nicht alles „vorschreiben“ zu lassen. Manchmal wissen Deine Kunden nämlich gar nicht, dass es vielleicht noch eine bessere Lösung für ihr Anliegen geben könnte.

Dazu passt der legendäre Spruch des Automobilherstellers Henry Ford, der gesagt hat:

„Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie sich wünschen, hätten sie „schnellere Pferde“ gesagt.“

Vereine die Aspekte „Wozu?“, „Wie?“ & „Was?“ zu Deiner Geschäftsidee

Ideen zu finden ist ein kreativer Prozess, den Du nicht durch reines Nachdenken bewältigen  kannst. Nur mit dem Kopf kommst Du nicht ganz bis zu Deiner Idee „hindurch“. Denn die steckt oft etwas tiefer in Dir, manchmal ist sie sogar richtig versteckt. Mitunter ist es auch etwas, das vielleicht in der ersten Betrachtung in Widerspruch zum Deiner Ratio steht.

Mein Vorschlag ist daher: Nutze wieder Kopf, Herz und Bauch, um Deine Geschäftsidee zu finden, weiterzuentwickeln und zu konkretisieren.

zur Persoenlichkeit passende GeschaeftsideeIn diesem Fall beginnst Du im Bauch, dann da findest Du Dein „Wozu?“. Das hat etwas damit zu tun, was Du Dir wünschst und vorstellst. Mit Deinen Werten und dem, wofür Du Dich einsetzen willst. Und mit Deinem Gefühl dafür, was für Dich sinnvoll ist, Sinn macht oder Dein (Business-)Leben gelingen lässt.

Das „Wie?“ beantwortet Dir Dein Herz. Denn dieses zeigt Dir deutlich an, wofür es schlägt, wofür Du Dich begeisterst und wofür Du brennst. Und es öffnet Dir den Weg zu Deinen Kunden, um herauszufinden, was ihnen wirklich weiter hilft.

Und erst zum Schluss kommt dieses Mal der Kopf hinzu, der die bisherigen Ergebnisse in Deinem „WAS?“ zusammenfassen kann. Der daraus ein rundes und stimmiges Gesamtbild konstruieren kann. Der auch die nötigen rationalen Gründe und Argumente hinzufügen und alles aufeinander abstimmen kann.

Jetzt wünsche ich Dir viel Spaß dabei, Deine Geschäftsidee zu finden bzw. weiter zu entwicklen.
Am besten Du beginnst jetzt gleich damit.

Sei ganz Du selbst, ständig und tu was, dann tut sich was!
Deine Dagmar


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Ich freu mich auf Dich!


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