Geduld haben statt ständig machen, ackern, tun

Geduld haben statt machen ackern tun

Ständig lesen, hören und sprechen wir darüber: Was wir alles tun und machen, wissen, können und beachten müssen, um dies oder jenes zu erreichen.

Geduld zu haben, sich die Dinge entwicklen lassen, das Leben im Fluss des Lebens zu genießen, gehört nicht dazu.

Vor einigen Jahren wurde ich recht schmerzvoll dazu gebracht, mich in Geduld zu üben. Mein PC ging kaputt und gleichzeitig mit ihm meine externe Festplatte mit meiner Datenspeicherung.

In den darauf folgenden Tagen brauchte ich unglaublich viel Geduld.

Geduld bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich erfahren habe, dass meine Daten aus mehreren Jahren intensiver Arbeit, die auf der PC-Festplatte gespeichert waren, vermutlich doch nicht alle verloren sind (und ich mein Business also nicht schließen muss….).

Geduld auf der Fahrt zum IT-Service, um meinen PC reparieren zu lassen, weil prompt auf dieser Fahrt mein Auspuff vom Auto halb abfiel, und ich statt schnell zur Autowerkstatt fahren zu können, langsam fahren musste, um nicht Gefahr zu laufen, den Auspuff ganz zu verlieren.

Geduld, weil ich bis zur Abholung meines reparierten PCs nicht an meinen Vorhaben weiter arbeiten konnte. Ich hatte ja keine Dokumente zur Verfügung. Und auch, weil ich bis dahin nicht sicher sein konnte, ob die Daten denn wirklich alle gerettet werden konnten.

Erzwungene Geduld kann eine prüfende Frage an Dich selbst sein

Für einen Menschen wie mich, die – wie mir immer wieder bescheinigt wurde – sehr dynamisch und vorwärtsgewandt in ihrer Arbeit ist, gerne macht und tut und vorankommen will, ist Geduld haben eine richtig große Herausforderung und Aufgabe.

Aber wie heißt es so schön: Wir wachsen an unseren Herausforderungen. 🙂

Im Nachhinein – ganz sicher nicht währenddessen – kann ich die Situation wie folgt betrachten: Ich wurde konkret und in keiner Weiser nur theoretisch vor die Frage gestellt, ob ich das, was ich da tue auch wirklich tun will. Ob ich meinen Job wirklich liebe. Ob ich bereit bin für meinen Traum wirklich zu arbeiten.

Ich kann Dir versichern: In einer solch existenzbedrohlichen Situation gibt es keine wenn´s und aber´s. Da wird Dir die Antwort recht schnell deutlich!

Akzeptiere unvorhergesehene Situationen als Lern-Möglichkeiten

Klar hätte ich mir die Erfahrung lieber gespart. Neben Zeit und Nerven hat mich das schließlich auch ne Stange Geld gekostet. Und ich sage ganz bewusst NICHT: „Das ist rückblickend das Beste, was mir passieren konnte!“ Diese Denkweise halte ich für ausgemachten Quatsch!

Aber ich durfte auch so einiges lernen. Über mich und vielleicht auch darüber, wie die Dinge nun mal so laufen und passieren. Und vor allem: Dass Geduld haben zum Leben einfach mit dazu gehört.

Vielleicht ist es sogar wichtiger als ständig zu machen, zu ackern und zu tun.

Geduld und vor allem Vertrauen haben! Darin, dass ich nicht alles steuern und lenken und nicht immer alles im Griff haben kann. Vertrauen, dass es klappen wird.

In dieser Zeit der Ungewissheit und des Geduld-haben-müssens habe ich oft an ein Mantra gedacht, das meine Yoga-Lehrerin mir beigebracht hat:

Ich gebe mein bestes – und den Rest lass ich mir schenken.

Das hat mir sehr weiter geholfen. Denn im Grunde ist das eine wunderbare Definition von Erfolg: Täglich sein Bestes zu geben! Geduld zu bewahren, nicht aufzugeben und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben und dass es da immer noch etwas „anderes“ gibt, was mir helfen wird.

Irgendwie geht es immer weiter. Rundum alles können wir nicht bestimmen.

Du erleichterst Dir Dein Leben, wenn Du Dir klar machst, dass Du eben nicht alles beeinflussen oder steuern kannst.

Oder dass es von unglaublich vielen Faktoren abhängt, ob ein Vorhaben gelingt oder nicht. Faktoren, die Du nicht nur nicht beeinflussen kannst, die Du zum Teil gar nicht kennst.

Bleib – oder werde 😉 geduldig!
Deine Dagmar Ruth


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