Vermeide diese 11 Fehler bei Deiner Business-Jahresplanung

Wie sind Deine Erfahrungen mit dem Vorausplanen Deines Business-Jahres? Machst Du das regelmäßig? Hat es Dir bisher viel gebracht? Schmiedest Du gerne Pläne, weil Du weißt, dass es Dich voranbringt?

Oder hältst Du nicht viel davon? Weil Du voller Eifer geplant hast und dann ist doch alles anders gekommen? Wenig bis gar nichts davon hat sich erfüllt?

Vielleicht hast Du bisher auch noch gar nicht geplant, weil Du gar nicht so recht weißt, wie?

Dann gebe ich Dir hier ein paar Tipps, wie Du es angehen solltest. Vor allem nenne ich Dir die Hauptgründe, warum Pläne scheitern und welche Fehler Du also vermeiden solltest.

plane Dein Business wie ein Marathon-Training

Stell Dir einmal vor, Du hättest Dir zum Ziel gesetzt, in zwei Jahren einen Halbmarathon zu laufen (Langstreckenlauf ist ja derzeit sehr populär…).

Ohne Deine jetzige Situation zu analysieren könntest Du hingehen und Dir im Kalender einen Plan machen: Zwei Jahre sind 24 Monate, also 104 Wochen. Wenn ich also in zwei Jahren ca. 21 km am Stück laufen will, dann muss ich meine Kilometerstrecke pro Woche um soundsoviel Kilometer steigern. Oder so ähnlich. Oder Du gehst hin und nimmst einfach einen vorgefertigten Plan aus dem Internet und legst los!

Meinst Du das würde auf diese Weise klappen?

Ich denke nein, denn der Plan – sowohl der selbst berechnete als auch der aus dem Internet – berücksichtigt nicht Deinen aktuellen Fitness-Stand.

Vorgegebene Standard-Pläne funktionieren nicht

Vielleicht hast Du derzeit ein paar Kilo Übergewicht. Vielleicht bist Du schon etwas älter und Dein allgemeiner Fitness-Zustand war nie besonders gut. Vielleicht bist Du auch chronisch krank oder hast Dich kürzlich verletzt. Vielleicht bist Du noch nie eine längere Streck gelaufen.

Oder das Gegenteil ist der Fall. Du bist jung, gesund und sportlich, hast Dich schon immer viel bewegt. Vielleicht hast Du gerade Deine Profi-Sportler-Laufbahn beendet und bist im Grunde topfit und könntest mit ein bisschen Training auch recht einfach einen ganzen Marathon laufen! Oder Du nimmst einfach Dein Lauftraining wieder auf, nachdem Du nur ein halbes Jahr Pause gemacht hast. Weil Du Dich auf Deinen insgesamt fünften Halbmarathon vorbereiten willst.

Wie auch immer Deine Situation ist, die oben genannten Pläne würden für Dich nicht passen. Das frustriert, langweilt, quält oder unterfordert Dich. Schlimmstenfalls verletzt Du Dich ernsthaft.

Wie ist Deine Ausgangsituation?

In diesem Beispiel wird recht schnell klar, warum ein individueller Plan her muss, der genau Dich und Deinen aktuellen Stand berücksichtigt. Oder nicht?!

Fragst Du Dich jetzt, was das soll? Denkst Du, das ist im Grunde doch sonnenklar! Dann frage ich Dich jetzt ganz konkret: Wie machst Du es bisher mit Deinen Plänen für Dein Business? Gehst Du tatsächlich in Rückschau und Analyse, um erst dann zu planen?

Oder machst Du einen Plan mit Hilfe des Kalenders, vielleicht „gesteuert“ von den kalkulierten Einnahmen, die Du machen musst?! Oder gar nach irgendwelchen Vorgaben. Weil man es „halt machen muss“ und sogar vorgegeben bekommt, wie und wann man es machen soll?!?!

Beginne Deine Planung lange vor der Planung

Nimm als Ausgangspunkt immer Deine langfristige Vision. Also das, wo Du eigentlich hin willst. Um im Beispiel zu bleiben: Deine Vision ist, Langstreckenläufer zu werden, und zwar gesund. Daher die Idee mit dem Marathon. Sollte Deine Vision eine andere sein, überlege Dir zuerst, ob Du wirklich für einen Marathon planen solltest oder nicht für etwas anderes.

Schau auf das, was schon da ist

Wenn Du also weißt, wo Du langfristig hin willst, dann schau auf das, was schon da ist. Halte Rückschau und analysiere Deinen bisherigen Weg und Deinen aktuellen Standpunkt. Im Beispiel wäre das Dein aktueller Gesundheits- und Fitnesszustand. Wie sieht der aus? Wie fit bist Du? Wie viel hast Du schon trainiert? Was hast Du schon erfahren und gelernt? Und ganz wichtig: Womit warst Du bereits erfolgreich?

Motivier Dich selbst, indem Du Dir Deine Erfolge vor Augen führst

Was ist Dir alles schon richtig gut gelungen? Welche Erfolge konntest Du schon feiern? Was hat Dich schon so richtig zufrieden gestellt und glücklich gemacht? Wo kannst Du Teilerfolge verbuchen? Was hat Dich echt herausgefordert und Du hast es gut gemeistert?

Mach Dir klar, dass Du nicht bei null beginnst. Selbst wenn Du noch ganz am Anfang Deiner Selbstständigkeit stehst (im Beispiel: noch nie eine Langstrecke gelaufen bist), gibt es sicher Dinge in Deinem Leben, die Du bereits erledigt hast. Das kann Dich gut auf neue Aufgaben vorbereiten.

Um voranzukommen, musst Du die Dinge motiviert angehen

Erst wenn Du diese drei Schritte vorher gemacht hast, macht es wirklich Sinn zu planen. Jetzt wird auch deutlich, warum es nicht funktionieren kann, wenn man sich eben mal hinsetzt und Pläne schmiedet. Diese Vorarbeit muss geleistet werden und auch die braucht seine Zeit.

Es ist gar nicht so einfach in der Rückschau das Positive herauszufiltern. Leider ist unser Hirn so programmiert, dass es sich spielend leicht Dinge merkt, die nicht so toll oder gar negativ waren. Positives, Gelungenes, Schönes wird dagegen schnell vergessen oder verschwindet aus unserem präsenten Gedächtnis und muss erst mühsam wieder hervor geholt werden.

Positiv gestimmt und motiviert zu sein ist wichtig, um Dein Vorankommen zu planen. Denn Du willst ja etwas erledigen, was Dich voran bringt, was neu für Dich ist, was Dich auch herausfordert. Trifft das auf die Dinge zu, die Du vorhast? Wenn nicht, trittst Du auf der Stelle und das kann auch schnell mal ein Rückschritt sein.

Plane in guter Stimmung Deine Vorhaben für die nächsten 12 Monate

Du kannst nur wirklich gute Pläne machen, wenn Du gut gestimmt bist und Dir auch neue Herausforderungen zumutest. Das geht nur, wenn Du auch wirklich denkst und fühlst, dass Du es schaffen kannst.

Wenn Du Dich also entsprechend eingestimmt hast, dann überlege Dir für die nächsten 12 Monate folgendes:

  • Was bringt mich meiner Vision näher? Was muss ich tun, um diesbezüglich ein Stück voran zu kommen?
  • Was will ich verändern? Was will ich verbessern?
  • Was will ich loslassen und nicht mehr in meinem Leben haben? Was muss ich dafür unternehmen?
  • Welche Schritte bin ich bisher gegangen und wie bin ich sie gegangen? Und welchen Schritt gehe ich deshalb als nächstes?
  • Was will ich jetzt sofort erreichen? Was kann ich im nächsten halben Jahr schaffen? Was beginne ich erst in einem halben oder dreiviertel Jahr? Was verschiebe ich ganz auf das nächste Jahr?
  • Wie erinnere ich mich selbst an meine Vorhaben und sorge vor, dass ich sie nicht aus den Augen verliere?

11 Fehler, die verhindern, dass Du Deine Pläne erfolgreich umsetzen kannst

#1 Keine Pausen einrechnen: Vergiss im Eifer des Gefechtes nicht, Dich zu erholen und Pause zu machen. Am besten legst Du zuerst Deine Pausen fest und planst alles andere drum herum. Wenn Dir zwischendrin die Kraft ausgeht, weil Du nicht dazu kommst, Dich zu erholen, kannst Du Deine Pläne sowieso knicken.

#2 Pläne innerhalb von 1-2 Stunden mal schnell schreiben wollen: Warum das so nicht klappt, habe ich Dir oben schon begründet. Es braucht Vorarbeit und Zeit, um auf die richtigen Ideen zu kommen, was Du Dir realistisch vornehmen kannst.

#3 Einen tollen Plan schreiben, der dann in der nächsten Schublade verschwindet: Mach Dir, nachdem Du Deine Pläne gemacht hast, unbedingt Gedanken, wie Du sie umsetzen willst. Und vor allem, wie Du es schaffst, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Schaff Dir Hilfen, die Dich automatisch erinnern.

#4 Zu sehr über das wie und zu wenig über das was und warum nachdenken: Das menschliche Gehirn arbeitet bei den meisten ganz automatisch so: „Ich will dieses und jenes erreichen. Wie schaffe ich das?“ Das Problem dabei: Oft wissen wir nicht wie. Und dann blockieren wir uns selbst und geben frustriert auf. Schalte die Gedanken an das „wie“ erst mal bewusst aus. Kümmere Dich später darum, wenn Du zum einen genau weißt, was Du willst und warum Du es willst.

#5 Vergessen zu überlegen, wie der Plan umgesetzt werden kann: Achtung, dies ist kein Widerspruch zu #4. Diese Überlegungen müssen sein, aber erst zum Schluss. Wenn Du sie allerdings vernachlässigst, wirst Du nicht wissen, wo Du beginnen sollst.

#6 Alles auf einmal wollen, nicht in längeren Zeitabschnitten denken: Wenn wir frohen Mutes und gut gestimmt sind, voller Vorfreude auf das was kommen soll, wollen wir am liebsten alles auf einmal. Ich finde das menschlich. Damit stellen wir uns aber selbst ein Bein, denn oft ist weniger tatsächlich mehr. Vermeide Dich zu frustrieren, indem Du die „Alles-auf-einmal-Falle“ umgehst und in Etappen planst. Frage Dich, was Dich jetzt am sichersten und schnellsten voranbringt. Alles andere planst Du für später ein.

#7 Nicht zu bedenken, wo Du herkommst und wo Du stehst: Wenn Du Dich selbst außeracht lässt und nicht mit einbeziehst, bist Du schnell unter- oder überfordert.  Mach Dir noch mal das Beispiel mit dem Marathon vom Anfang bewusst. Und übertrage es auf Deine Vorhaben. Wie ist Dein Stand, was ist realistisch machbar, wenn Du Dich anstrengst und  dabei gesund bleibst?

#8 Dich zu sehr mit anderen vergleichen, nicht bei Dir bleiben: Dieser Fehler ist eine automatische Folge von Fehler #7. Genauer gesagt, diese beiden Fehler bedingen sich gegenseitig. Unterbrich an einem Punkt diesen Gedankenkreislauf. Dann kommst Du in Deinem Tempo und zu Deinen Bedingungen voran.

#9 Pläne und Ziele anderer übernehmen, die nicht Deine eigenen sind: Lerne Dich selbst so gut es geht selbst kennen, damit Du diesen Fehler nicht machst. Wir werden heute in unglaublich vielfältiger Weise und im Grunde permanent von außen manipuliert. Nicht immer ist das zu unserem Nachteil. Wenn es aber dazu führt, dass Du Dinge erreichen willst, die Dir von anderen vorgegeben oder suggeriert werden, dann bringt Dich das nicht weiter. Da es Dich nicht dorthin bringt, wo Du hin willst.

#10 Vom Kleinen zum Großen denken. Umgekehrt ist es richtig, vom Großen zum Kleinen. Habe immer Dein großes Ziel vor Augen. Deine Vision, das was Du erreichen willst! Und orientiere Dich immer daran. Nicht an dem was unmittelbar vor der Tür steht oder vielleicht schon heftig nervend anklopft. Deine Vision richtet Dich aus und lässt Dich zu Deinen Gunsten entscheiden, was Du tust.

#11 Zu denken, Planen muss man gleich können: Mache können es besser als andere, einige tun sich enorm schwer damit und müssen viel üben. Uns allen ist gemeinsam: Wir müssen die Technik des Planens erlernen, so dass sie gute und für uns gewinnbringende Pläne hervorbringt. Schmeiß nicht alles frustriert in die Ecke, weil es beim ersten Anlauf nicht geklappt hat. Du wirst von Mal zu Mal erfahrener und Dich kontinuierlich verbessern.

Mit ideenreichen Grüßen,
Deine Dagmar

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