Erfolg beginnt im Kopf – aber das reicht nicht!

Bestimmt hast Du das selbst auch schon erlebt: Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, worüber wir nachdenken, davon kommt mehr gezielt in unser Gehirn. Von der Natur ist das bewusst so eingerichtet, denn es spart Ressourcen. Sinnvoll, oder?

Beispiele dafür gibt es genug: Eine Frau, die schwanger werden möchte, sieht überall nur noch schwangere Frauen. Jemand, der sich ein neues Auto kaufen will (und dabei einen bestimmten Typ im Kopf hat) sieht plötzlich überall nur noch diese Autos.

„Häufig funktioniert unsere Kopfsteuerung wie das Zentralkomitee eines totalitären Staates, der nur solche Informationen durchsickern lässt, die ihn konsolidieren.“ – Christiane Singer

"Häufig funktioniert unsere Kopfsteuerung wie das Zentralkomitee eines totalitären Staates, der nur solche Informationen durchsickern lässt, die ihn konsolidieren.“ – Christiane Singer Klick um zu Tweeten

Wir bestehen aus gutem Grund aus mehr als unserer Großhirnrinde!

Wie gesagt, das macht (meistes) auch Sinn, denn so lässt unser Gehirn, ohne dass wir es bewusst steuern müssen, hauptsächlich die für uns aktuell sinnvollen und wichtigen Informationen durch. Alles andere wird ausgeblendet, was gut ist, da wir sonst mit der Reizüberflutung gar nicht klar kommen würden.

Doch ist Kopf und Denken wirklich einzig und allein entscheidend bzw. ausschlaggebend? Ist das vielleicht nicht ein bisschen einseitig? Was ist mit unseren anderen Sinnesorganen? Was ist z.B. mit unseren Gefühlen?

Uwe Böschemeyer schreibt u.a.: „Wer zu viel denkt, hat zu wenig Berührung mit seinen ursprünglichen Instinkten, hat häufig nicht den „richtigen Riecher“ für das, was jetzt zu tun ist und was nicht.“

„Wer zu viel denkt, hat zu wenig Berührung mit seinen ursprünglichen Instinkten, hat häufig nicht den „richtigen Riecher“ für das, was jetzt zu tun ist und was nicht.“ – Uwe Böschemeyer Klick um zu Tweeten

Reines Denken kappt die Verbindung zu uns selbst

Das trifft aus meiner Sicht (und aus eigener Erfahrung 😉  absolut zu. Wenn ich zu viel oder gar ausschließlich denke, bin ich nicht mit mir selbst in Verbindung. Dann tue ich zu viele der Dinge, die ich tun sollte oder müsste, oft aber aus den falschen – d.h. für mich nicht stimmigen – Gründen.

Ich glaube, dass es vielen Menschen so geht. Wir sind schlichtweg auf das Denken „programmiert“. Der rationale Gedanke wird i.d.R. (noch) über alles gestellt und vielfach als einzig richtig angesehen und beurteilt. Gerade im Berufsleben haben Emotionen (immer noch) nichts zu suchen und sind bitte schön „daheim zu lassen“.

Für uns Selbstständige ist das meiner Meinung nach kein guter Rat. Wir brauchen unsere Gefühle und unsere Intuition. Um herauszufinden, was für uns der richtige Weg, die passende Aktion oder  eine sinnvolle Herangehensweise ist.

Darüber, was mit einem Menschen passieren kann, wenn die für Emotionen zuständigen Bereiche im Gehirn verletzt oder gar entfernt sind, habe ich bereits in meinem Blogartikel „Entscheidungen leichter treffen – Warum rein rationales Denken Dir nicht weiterhilft“ geschrieben.

Lieber denken oder fühlen im Business? Oder besser beides?!?

Wir können von großen Unternehmer-Persönlichkeiten einiges lernen.Wenn man die Geschichten der wirklich großen und erfolgreichen Unternehmer liest bzw. aufmerksam verfolgt, wird das immer wieder deutlich. Sie alle gingen oder gehen oft intuitiv vor und lassen sich von ihren Gefühlen leiten.

Ob das Steven Jobst war, der seinem Gefühl gefolgt ist, dass die Computerwelt mehr Ästhetik braucht. Sei es Richard Branson, der Gründer des Virgin-Imperiums, der sein eigenes Plattenlabel aufgebaut hat, weil die bestehende Musikindustrie seiner Meinung nach nicht die Gefühle und Bedürfnisse der Jugend getroffen hat. Oder Anita Roddik, die ihrem Wunsch nach mehr Tierwohl nachgegangen ist und den Body-Shop Weltkonzern aufbaute, dessen Leitmotiv u.a. der völlige Verzicht auf Tierversuche in der Kosmetik ist. Dies, um nur ein paar zu nennen.

Was für diese „großen“ gilt, ist umso wichtiger für uns „kleine“. Nicht nur aus eigener Erfahrung weiß ich mittlerweile, dass das rein strategische Ausrichten einer Einzel-Selbstständigkeit nicht gut funktioniert.

Meine eigene Erfahrung: strategisch topp und dennoch viel zu kurz gegriffen!

Meine erste Vollzeitselbstständigkeit habe ich auf einem strategisch gut durchdachten Konzept aufgebaut. Ich habe mich damals diesbezüglich mit einigen richtig guten Business-Strategen ausgetauscht und habe ihren Rat gesucht. Von allen Seiten wurde das Konzept als sehr durchdacht und sehr vielversprechend angesehen, da es unter anderem die „berühmte Marktlücke“ traf.

Ich zweifle auch heute in keiner Weise an den Kompetenzen dieser Business-Experten. Doch weiß ich mittlerweile, das diese rein vom Kopf her kommende Vorgehensweise für (Menschen wie) mich zu kurz greift.

Das habe ich damals deutlich gemerkt, auch wenn es mir erst im Nachhinein gelungen ist, alles richtig einzuordnen. Zu stark war auch ich auf das strategische Denken programmiert. Etwas, was ich heute noch richtig gut kann 😉 und nicht missen möchte, doch nicht mehr ausschließlich einsetze.

Dem Denken zu folgen und das Fühlen außen vor zu lassen raubt Unmengen an Energie.

Diese einseitige Ausrichtung hat damals schon für mich nicht funktioniert und tut es heute noch weniger. Es dauerte nicht lange, ca. ein Jahr, und ich war ziemlich erschöpft. Zwar nicht am Ende meiner körperlichen Kräfte, aber ganz sicher am Ende meiner geistigen und damit meiner Kreativität und Motivation. Ich hatte permanent das ungute Gefühl ich müsse das Konzept gegen etwas durchdrücken, gegen einen unsichtbaren Widerstand ankämpfen …

Heute weiß ich: In meinem Business-Konzept spiegelten sich weder ich als Person mit meiner Persönlichkeit noch meine mir wirklich wichtigen Werte und Einstellungen wider. Das ausgedachte Konzept – das wirklich vielversprechend war und ganz sicher funktioniert (ich weiß das, weil andere Menschen recht erfolgreich ein sehr ähnliches verfolgen) – hat einfach nicht zu mir und meinen Gefühlen gepasst.

Diese „fühlt-sich-nicht-gut-an“-Problematik kommt im herkömmlichen Business-Denken nicht vor.

Ich habe damals versucht, mein Problem den Business-Strategen zu erläutern. Zugegebenermaßen konnte ich das noch nicht wirklich in Worte fassen, da mir selbst nicht so recht klar war, was nicht rund läuft. Es war nur dieses ständige ungute Gefühl und die Erkenntnis, dass ich für irgendwas enorm viel Energie aufwenden muss.

Entsprechend „still“ waren ihre Reaktionen. Sie konnten mit dem was ich beschrieb einfach nichts anfangen. Diese „Business-Problematik“ kam einfach in ihrem Denken nicht vor.

Also musste ich mich selbst auf die Suche begeben, habe Bücher gewälzt und mir immer mehr Zeit gegeben in mich hineinzuhören und mir so selbst „auf die Schliche“ zu kommen. Mit der Zeit hat sich für mich ein immer klareres Bild dessen entwickelt, was nötig ist, damit ich mein Business gut und in Einklang mit mir und meiner Persönlichkeit führen kann.

Daraus entwickelte ich mein Konzept, das ich heute mit voller Überzeugung vertrete.

Die meisten Einzelselbstständigen müssen ihr Business ganzheitlich aufbauen: Auf jeden Fall mit Kopf, d.h. Strategie und Knowhow. Aber unbedingt auch im Einklang mit Herz und Bauch.  Nur dann kann es richtig gut gelingen, macht Spaß, bringt Freude und lässt zudem einen tieferen Sinn in dem erspüren, was wir tun.

Eine unverzichtbare Zutat, wenn wir das eigene Business intrinsisch motiviert gestalten und leben wollen.

Was also tun?

Was also solltest Du tun, wenn Du merkst, dass Du zu viel denkst?

Im Grunde nicht viel! Einfach nur immer wieder und vielleicht auch immer öfter zur Ruhe kommen, abschalten und fühlen! 🙂 Und Dich hin und wieder fragen, ob Du noch weißt, was Deine Gefühle sagen.

Wie Du ein visionäres Vorhaben mit Kopf, Herz & Bauch – also in Einklang mit Deinen Gefühlen – verwirklichst, erläutere ich Dir gerne in meiner Webinar-Reihe „think big – start small“.

Meld´ Dich auch dann an, wenn Du keine Zeit hast, live dabei zu sein. Die Video-Aufzeichnungen der Webinare stehen Dir eine ganze Zeit lang zur Verfügung.

Sei ganz Du selbst, ständig!
Deine Dagmar


kostenlose Webinar-Reihe: „think big – start small – ​Wie Du in Deiner Selbstständigkeit ein visionäres Vorhaben erfolgreich umsetzt.“

Wenn Du vor der Frage stehst, ob und wie Du ein für Dich neues Vorhaben in Deiner Selbstständigkeit angehen sollst, dann nimm an meiner 3-teiligen Webinar-Reihe teil. Ich erläutere Dir ein bewährtes Schritt-für-Schritt-System und gehe auf mein Motto ein: Mit Kopf, Herz & Bauch gelingt es Dir!


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