Erst mit Altem abschließen, dann mit Neuem beginnen!

Erst mit Altem abschließen, dann mit Neuem beginnen.

Zur kalendarischen Jahreswende wird viel darüber gesprochen und dazu aufgefordert, das alte Jahr abzuschließen. Warum das eine sehr wichtige Aufgabe ist, erläutere ich Dir im Video weiter unten.

Aber zuerst ein Unternehmergeist-Hinweis: Mach es nicht nur zur Jahreswende! Der Wechsel vom Dezember des einen Jahres zum Januar des nächsten Jahres ist vielleicht ein ganz guter Aufhänger und eine automatisch wiederkehrende Erinnerung.

Aus meiner Sicht sollte dieses künstlich gesetzte Datum für Dich allerdings kein Grund sein, Dich nur dann bzw. nur einmal im Jahr damit zu beschäftigen, Altes abzuschließen. Aus meiner Sicht solltest Du es regelmäßig tun.

Mein erster Tipp bzw. meine erste „Tu was, dann tu sich was“ – Aufgabe für 2020 ist daher: Notier Dir heute mindestens vier Termine im kommenden Jahr, an denen Du Dir bewusst Zeit nimmst, um zu entscheiden, ob es etwas Altes für Dich abzuschließen gibt.

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Was bedeutet „bewusstes Abschließen“ überhaupt?

„Bewusst“ heißt,

  • Dir Zeit, Ort und Raum nehmen, innehalten und Dich dieser Aufgabe widmen, alles andere beiseitelassen.
  • emotionalen Ballast loslassen und abwerfen können statt weiter mitzuschleppen.
  • Antworten auf die Frage „Wie kann ich kraftvoll mit etwas Neuem starten?“ finden.

Was bringt es Dir, wenn Du Dich mit dem Thema „loslassen“ bewusst beschäftigst?

  • Wenn Dein „Rucksack“ mit alten Aufgaben / Themen schon sehr voll ist, ist das eine schwere Last, an der Du zu tragen hast. Einfacher geht es mit leichterem Gepäck.
  • Wenn Dein „Rucksack“ mit alten Aufgaben / Themen schon sehr voll ist, ist eventuell gar kein Platz für Neues.
  • Altes bewusst abzuschließen setzt (daran) gebundene Energien frei, die Du für Neues nutzen kannst.
  • Die Hoffnung „nächstes Jahr / nächstes Mal wird alles besser“ erfüllt sich nicht alleine durch wünschen. Schön wär´s 🙂 – besser ist es, den Abschluss und den Neustart aktiv zu gestalten.

#1 Erster und wichtigster Schritt: Bewusst machen, was Du wirklich loslassen willst!

Dafür ist es grundlegend wichtig, dass Du weg vom Kopf hinein in Dein Herz kommst.

Wähle die für Dich dafür passende Variante (Meditation, Spaziergang, sportliche Aktivität, etc.) Halte inne, fühle in Dich hinein und finde einen Weg, den Kopf auszuschalten. Schreibe dann sofort alles auf, was Dir in den Sinn kommt. Mach eine Liste der Dinge, die Du loslassen bzw. abschließen möchtest.

Was könnte für Dich Altes sein, das Du loslassen bzw. abschließen willst?

  • Ein Produkt / Angebot, das nicht wirklich gut läuft.
  • Ein ganzer Business-Bereich / ein ganzes Kundensegment.
  • Finanzen (Wofür willst Du kein Geld mehr ausgeben?)
  • Eine – wie auch immer geartete – Beziehung (Kunden, Kooperationspartner, Mitarbeiter, Kollegen, etc.).
  • Eine Hoffnung, die sich nicht erfüllt hat.
  • Eine Methode, die nicht funktioniert hat.
  • Negativerlebnisse jeglicher Art.
  • Glaubenssätze oder Verhaltensmuster.

#2 Zweiter Schritt: Auswählen, was Du bewusst abschließen willst!

Wie bei allem gilt auch hier: Alles auf einmal geht nicht! Wenn Du Dich jetzt damit beschäftigst etwas loszulassen, mach das nicht mit dem Anspruch „Jetzt verändere ich mein (Business-)Leben von Grund auf und mach alles anders. Ab jetzt wird alles gut!“ Dieses Vorgehen ist zum Scheitern verurteilt. Das kannst Du gleich sein lassen. 😉

Damit Du nicht in die „alles wird anders / besser / schöner… Falle“ tappst: Wähle eine Sache ganz bewusst aus, vielleicht auch zwei oder maximal drei (je nach Größe und Schwere) aber nicht (!) mehr.

Diese Aufgabe unterstützt Dich, abwägen zu können, ob Du etwas loslassen willst und vor allem auch kannst.

Nimm Dir die einzelnen Punkte auf Deiner Liste vor und fertige für jeden einen positiv-negativ-Vergleich an. Du kannst Dir dafür ein Blatt Papier nehmen und in zwei Spalten unterteilen, links für das Positive und rechts für das Negative.

Dann notierst Du Dir jeweils, was die Pluspunkte sind, die für diese Sache sprechen und die Minuspunkte, die gegen die Sache sprechen. Schreib alles auf, was Dir einfällt. Stell die zwei Seiten gegenüber.

Denn wenn Du noch zu viele Pluspunkte bzw. deutlich mehr positive Dinge bei einem Thema hast als negative, dann wirst Du diese Sache nicht loslassen können. Selbst wenn Du vielleicht denkst, dass Du es möchtest, solltest, Dir wünschst. Wir denken als Menschen auch ökonomisch. Wenn die Vorteile – sprich der Nutzen – einer Situation überwiegen, werden wir die Dinge nicht ändern, selbst wenn es gleichzeitig auch gravierende negative Auswirkungen hat.

Wir sind alle unterschiedlich! Wie viel „Druck“ brauchst Du?

Die prozentuale Verteilung (% Positives gegenüber % Negatives), die es braucht, um wirklich etwas zu verändern, also loszulassen, ist darüber hinaus sehr individuell. Bei dem oder der einen reichen 30% Negatives um einen Schlusspunkt zu setzen, für die oder den anderen müssen es 90% oder 95% sein. Mach Dir also klar, wie die Dinge für Dich liegen.

Beantworte Dir also jeweils die Frage „Was kostet es mich, dieses oder jenes beizubehalten?“ und wähle dann bewusst aus, was Du loslassen und abschließen willst.

#3 Dritter Schritt: Bin ich überhaupt offen für Alternativen?

Prüfe für Dich, ob Du überhaupt offen für Alternativen bist. Stelle fest, ob Du möglicherweise in folgendem Denken festhängst: „Es gibt nur diese eine Möglichkeit.“ Oder „Es kann einfach keine bessere Alternative geben“.

So komisch es klingt, wir rutschen sehr schnell in dieses „Ausschließlichkeits-Denken“ ohne dass wir es merken.

Nimm Dir daher die Liste der Dinge – die nach Schritt zwei übrig geblieben sind – und prüfe, ob Du innerlich bereit bist, nach Alternativen zu suchen und Dich auch darauf einzulassen.

Auch diese Übung machst Du mit dem Herzen (nicht mit dem Kopf) und ziehst dafür auch Deinen Bauch zu Rate. Wie fühlt es sich für Dich an, wenn Du Dich nach Alternativen fragst? Was sagt Dein Bauchgefühl dazu? Vielleicht magst Du Dich dafür in den „Zustand“ eines neugierig seine Welt erkundenden Kindes versetzen. 🙂

Wenn Du bei dieser Übung feststellen solltest, dass Dir keine Alternativen einfallen, kann es sein, dass der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen ist, um diese Sache wirklich loszulassen (wobei es nicht darum geht nach strategisch guten oder sinnvollen Alternativen zu suchen und sich dafür zu entscheiden, sondern überhaupt andere Möglichkeiten zuzulassen und zu entdecken).

 Dies sind Deine „Tu was, dann tut sich was“ – Aufgaben zum Thema „Altes abschließen“

  • 4 Termine im Laufe des Jahres notieren, an denen Du Dich wieder dieser Aufgabe widmest.
  • Weg vom Kopf hinein in Dein Herz kommen und Dir bewusst machen, was Du wirklich loslassen willst!
  • Auswählen, was Du bewusst abschließt!
  • Für das was Du abschließen willst prüfen, ob Du für Alternativen bereit bist.
  • Ganz bewusst eine Sache auswählen, die Du nun abschließt und loslässt (am besten nur eine, wenn mehr, dann maximal 3!) und die entsprechend Aktionen durchführen.

Sei ganz Du selbst, ständig und tu was, dann tut sich was!
Deine Dagmar


Dagmar Ruth Vogel - Unternehmergeist staerken - useletter abonnierenMöchtest Du weitere Tipps & Anregungen, wie Du Deinen Unternehmergeist stärkst und Deine Projekte entschieden umsetzt!?
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